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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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(lsll^solorT illulrr.itum, tuo noinin! in5cr!pll. 2lusdiesen Worten erhellet zwcyerlcy. Vors erste, daßVul--caniUö nicht gewußt, daß auch noch andere Ausgaben ingleicher Verdammniß sich befinden. Aweytens, daß erauch wohl kaum die Quelle des Uebels gekannt; weil ersonst sich allein die wiederhergestellte Ordnung schwerlichdürste zugeschrieben haben.

Einige Jahre darauf, trat Fr. ZNorell in die Fuß-tapfen des BuleaniuS. Ob wissentlich, oder nur zufälli-ger Weise, kann ich nicht sagen; weil ich seine 'Arbeitbloß aus dem Marraire und Fabriciui- kenne.5'k'e»/H?o^//«/, sagt der letztere, oräini ^enuilio reiticu-!um poema eäiclit lepgrstim,ec>6emczue car-ninis ^cnerereMäir, ?Äris. i ss8» 8° tolio, ut soler, kugirn l.» (^).Die Bibliothek hat verschiedene von solchen flüchtigenBlättern des Morell: aber dieses gerade nicht.

Und nun, wird man sagen, war denn auch wohl derRachläßigkeit unwissender Correetoren genugsam abgehol-fen, und allen weitern Irrungen sattsam vorgebauet. Sosollte man freylich denken. Doch wie manches arbeitetendie Gelehrten damals schlechterdings vergebens, als ihnennoch eine Gemächlichkeit abging, deren Wohlthat ißigcrZeit, wegen einiger zufälligen schlimmen Folgen, von vie-len schon wieder verkannt wird.

Denn als die Vl?eci?c!schen Erben 1600 ihre Aus-gabe der Anthologie, die branchbarste unstreitig, die wirnoch bis ißt haben, veranstalten liessen, so war es fürden Gelehrten, der sie besorgte, gerade als ob niemals ein

Vulca-

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