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billigt haben. Um ihm nun das Verständniß näher zu er-öffnen, erwiederte Mosheim hierauf: „Der Herr„von ^eibniß hat nicht darum diese Bogen wollen drucken„lassen, weil er sie vor wichtig gehalten, und Soners„Meynung angenommen. Er hat vielmehr dieselben mit„cinerVorrede begleiten wollen, die in meinen Handen ist,„worinn er Soncrn selbst aus Aristotcliö Grundlehren„widerlegt, und die Blosse seiner Beweisthümer aufdeckt.„Sein Vorhaben war, der Welt den schlechten Werth„seiner Schrift zu zeigen, die man deswegen für uuwider-„lcglich hielte, weil sie selten war, und wenigen zu Ge-richte kam.,, Aber wenn Mosheim anfangs zu weniggesagt hatte, so sagt er offenbar nun zuviel; und seineGegner dürsten ihn nicht ohne Grund mit dem Verdachtebelegen, daß er vorfeßlich das Ansehen des teibniß miß-brauchen wollen. Denn hier ist sie nun, diese Vorrede;und wahrlich, man muß in sehr wenigen sehr vieles zusehen wissen, wenn man alles darum finden will, wasMosheim darum gefunden zu haben vorgiebt, ^cibnißsoll Sonern aus Aristotcliö Grundlehren widerlegen? Ersoll die Blosse feiner Veweisthümcr aufdecken? seiner Be-weisthümer? Sind seine Beweisthümer denn das ein-zige Dilemma? Und welches waren sie deun, jene Ari-stotelische Grnndlehren? Ich kann in ^eibnißens Vorrededergleichen ebenso wenig finden, als in Soners Schriftselbst, von welcher Mosheim gleichfalls sagt, daß sie sichauf Grundsatze des Aristotcliö beziehe. Alles Aristote-lische, was Soners Schrift hat, ist dieses, daß sie in lau-
O 2 ter(") In dem Sendschreiben über unterschiedliche Dinge, hinterdem zweyten. Theile der heiligen Reden.