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Und nun mit diesem Mißtranen zu dem Hauptpunk-te, zu dem Briefe an den Türkischen Kayser. Ein sol-cher Brief, wie ich bereits angemerkt, ist wirklich unterden ^Äis vorhanden, und der Znnhalt desselben ist äus-serst verfänglich: auch gesteht Nenser selbst, einen sol-chen Brief geschrieben zu haben. Sogar, was er zu sei-ner Entschuldigung desfalls beybringt, scheinet zum Theilnichts als kahle Beschönigung zu seyn: daS nehmlich, waSer von der Absicht sagt, in welcher er den Brief geschrie-ben. Das Exempel des h. Paulus ist offenbar gemiß-braucht.
Mein, diese zweydeutige Absicht auch bey Seite ge-setzt; zugegeben sogar, daß seine Absicht augenscheinlichgewesen, nicht die Wahrheit zu erforschen, sondern in Ue-berzeugung der schon erforschten und gefundenen Wahr-heit, wider die Gegner derselben den grausamsten Feindzu verhetzen, und gemeinschaftliche Sache mir ihm zu ma-chen : Eine Verantwortung bleibt ihm dennoch übrig, dieauf einmal den Ausschlag so völlig auf seine Seite giebt,daß ich nicht absehe, was darauf zu antworten stehet.
Ich habe ihn geschrieben, sagt tTleuser, diesen un-glücklichen, so mißverstandenen Brief: aber ich habe ihnnie abgeschickt; ich habe ihn keinen Menschen zu lesen ge-geben; ich habe ihn durch eine eigenhändig beygefügteClausel, so gut als vernichtet; ich habe von dem, was ichdarum zu thun vorharte, wirklich das Gegentheil ge-than.
Dieses sagt Ncuser; und allem Ansehen nach, sagter auch hiermit nichts als die lautere Wahrheit: oder es
wäre