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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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von ihm wirklich abgeschickt worden; enthalte soviel bür-gerliches Verbrechen, als man nur will: waS gieng ei-nes andern Schreiben dem Sylvanus an? Hatte er eSmit unterschrieben? KeineöwcgeS. Er betheuert, daß ernicht das geringste davon wisse; er stirbt daraus. AuchNcuftr versichert, daß Sylvanus eben so wenig, alssonst ein Mensch in der Welt, gelesen habe; er unterlaßtnicht, dieses zwcymal an den Churfürsten aus Pohlercnach Heidelberg zu schreiben. Man findet nicht angezeigt,wodurch man den Sylvanus deS Gegentheils überführenkönnen. Und gleichwohl! Und gleichwohl sollen wirnicht sagen dürfen, daß die Hinrichtung desselben nichtsals NOürerey gegen Irrende gewesen?

6. Einen andern unumstößlichen Beweis, daß dieseHinrichtung nichts anders gewesen, hat jedoch auch be-reits langst ein Mann angegeben, den man wohl nicht imVerdachte haben wird, daß er einen Antitrinitarier be-günstigen wollen; und in einer Schrift angegeben, dienichts weniger als zu Ehren dieser Religionspartheygeschrieben ist: E. S. «Lyprian nehmlich, in seiner Dis-sertation cle ^iortikug 8ocinignorum (^). Im neuntenCapitel, welches vom Sylvanus besonders handelt, sagter von ihm: et pereiuellioniz conuiZus iit, czuoclvolunt ?sreus, ^ItinZiu5 , 5IoornbecKius, SpünKemiuset Kesormzt! communiter, valcle clubium elr. MKiob luism cioLirinüm et in Lkrilrum cliäteris interemtusvilleuir. ttilbec» sutem Kuius meae lententiae lonze^rn.iellmum ktl-^umenrum, cjuoä nuIIs srtc clusum Iri

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(^) Unter seinen Oislertat'wnibns varli arZNmenti, bi«

Fischer l?l>r^usgcgeben, befindlich.