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„Christen vonnöthcn zu wissen, will Ewr. Majestät ich„mir Gottes Gnaden mündlich berichten.,, — DicjcStellen, wenn sie, wie gesagt, nicht interpolirt sind,möchten sich schwerlich unter den Schirm und Schuß desGrotius ziehen lassen, als welcher an dem angeführtenOrte bloö für Recht erkennet, daß es einzelnen Gliedernfrey stehen müsse, den Staat, in welchem es ihnen langerzu leben nicht anstehet, mit einem andern zu vertauschen.Daß aber dieser andere Staat sogar ein feindlicher Staat,in Ansehung dcS zu verlassenden, seyn könne; daß dieseVerlassung sogar in der Absicht geschehen könne, dem an-dern nunmehr gegen den erster» beyzustchen: ist Grotius zu behaupten, sehr weit entfernt. Kömmt doch aber auchNeusero Rechtfertigung hierauf gar nicht an. Mag dochsein Schreiben so viel Hochverrath enthalten, als einSchreiben nur immer enthalten kann! Genug, er hat esnicht abgeschickt; er hat es nach reiferer Ueberlegung selbstgemißbilligct. Das ist es, was uns seine Widersacherverschwiegen haben: das ist es, wovon sie uns geradedas Gegentheil bereden wollen»
9. Srlbst Leibltty, der alles las, mußte NeuseröSchreiben an den Türken, so wie es bey den ^Äis befind-lich, noch nicht gelesen haben, als er 1706 an la Crozeschrieb : L' elt un bormeur s>our le LKriltianisme quele5 l'urcs n' s^ent pii8 eu I'esprit cle proluer cies »vi5<jes ^en5 5sit8 comme ^i-^?» ^«/c»-, K/Üniltre c!uplinst, c>ui vonloit etablir une inrelliZence entre cuxet leg Lin-cliens ^nti-l'rinirgires. Denn so weit gicngdoch Neuscrs Vorhaben, nach diesem Schreiben zu ur-theilen.