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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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theilen, wirklich nicht. Er wollte sich den Türken mitFrau und Kindern in die Arme werffen; er bat den Kay-ser, ihn für seinen Unterthanen anzunehmen; er gelobteals ein neuer Unterthan, il^m mn Ralh mid Thatiridcrdie Christen beyzustchen; er versicherte, daß unter denChristen Gleichgesinnte gcnng anzutreffen, die sich sofortzu ihm schlagen würden, wenn er in Deutschland mn ei-nem Heere erscheinen könnte. Aber daß er ein ordentli-ches Verständniß zwischen diesen Gleichgesinnten und denTürken errichten wollen; daß er ihnen wirklich dahin ab-zweckende Eröffnungen gemacht; daß die Türken nurnicht witzig genug gewesen, von diesen EröffnungenGebrauch zu machen: dürfte wohl eben so wenig aus demSchreiben, als sonst woher, zu erweisen stehen. Aberwohl dünkt mich es mit C^prianen sehr wahrscheinlich,daß alle dergleichen Eröffnungen, von einem untekannrenPfaffen mitten aus Deutschtand, wenn es auch möglichgewesen wäre, sie vor den Divan zu bringen, nur mir Aa-chen und Verachtung würden seyn aufgenommen wor-den. Selbst noch später (1716) schreibt L.crt'kily irgendwo: Hurretois un ccriüin ^a??? k/t?, czui cle^linilrre Kelorme t' croir ,cn6u l'urc, zvoir -mili culs penlee c!e c^baier 62115 Lrnerieme cri taveurl'urcs. II eli für que le l'urcs ^ rrouveroie^t c!czrzzrriiZNS, s'ils gßilloicnt 6'une m-inicre m<. ins Karha-re; car Ie>i Sociniens, Ie5 HrizbapriKes et les f-inzti-cjue8 poui'roicnt !eur eti-e ssvorizkles. So gewiß nunauch das Letztere seyn möchte, eben so gewiß ist es dochauch, daß Ncusern nichts weniger in den Sinn gekom-men, als in der Christenheit für die Türken zu eabalircn.

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