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„Heuchelei), womit sich viele in der Christenheit zu ihrem„innern Verdrösse behelfen müssen, zeuget wider die„Herren Theologen, daß sie ein freyes Bekenntniß der„vernünftigen Religion durch Furcht und Zwang unter-„drüeken. Denn wer würde wohl in einer so ernsthaften„Sache, wider seine eigene Ucberführung, öffentliche„Handlungen begehen, die ihm ein Ectcl und Aergerniß„sind? Wer würde seine wahre Meinung, dafür er sich„sonst gar nicht zu schämen hatte, vor seinen Freunden„und Verwandten beständig verhclcn? Wer würde seine„eigene Kinder in solche Schulen schicken, da sie, nach„seiner Einsicht von der wahren Religion, die er selbst„zu haben vermeint, zu einem blinden und verderblichen„Aberglauben angeführt werden, wenn er solches alles„nicht aus grosser Furcht für den Verlust seiner ganzen„zeillichen Wohlfahrt zu thun genöthigt wäre? Die„Herren Prediger mögen gewiß glauben, daß ein ehrlicher„Mann seinem Gemüthe keine geringe O.uaal anthun„muß, wenn er sich sein ganzes Leben hindurch stellen und„verstellen muß. Was soll er aber anfangen, da die„meisten Menschen, darunter er libt, mit Haß und BoS-„hcit, gegen den Unglauben, von der Priestcrschast erfüllt„sind? Man würde ihm Frcuudschast, Vertrauen, Um-„gang, Handel und Wandel, ja alle Liebesdienste versa„gen, und ihn als einen ruchlosen und abscheulichen„Missethäter vermeiden. Welcher gute Bürger wur-zle seiue Tochter wissentlich einem Uuchristen zur Ehe ge-„bcn? Und wie würde die, so in seinen Armen schlaft,,,wenn sie dereinst ihres Maunes wahre Meinung von„dein Christenchum erführe, nach ihrer Schwachheit
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