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izängstlich thun, und den Herrn Beichtvater anflehen, daß„er doch ihren auf solche verdammliche Wege gerathenen„Mann bekehren möchte? Was für eine herrliche Paren-„tativn würden ihm die Herren Prediger noch nach feinem„Tode halten? Würden sie auch seinem Körper noch cinc„Ruhe in ehrlichen Begräbnissen zugestehn?
„Was ist also an der Heuchelet) so vieler bedruckten„Vernünftigen anders Schuld, als der mit so manchem„zeitlichen Unglück verknüpfte Glaubenszwang, welchen„dieHerren Theologi und Prediger, vermöge ihrer Schmä-hungen und Verfolgungen, den Bekenncrn einer ver-nünftigen Religion bis in den Tod anlegen ?
„Wahrlich, solch Verfahren ist auf alle Weift zu miß-billigen. Ein Mensch, der ohne sein Wissen in der cr-„sten Kindheit mit Gewalt zum Christen getauffet ist^..„und dem man den Glauben theils falschlich angedichtet,„theils in den unverständigen Jahren ohne Vernunft eiu-.,geprägt hat, kann nach keinem göttlichen oder menschli-„chen Rechte gehalten seyn, so bald, er andre Einsichten„von der Wahrheit bekommt, eben dasselbe zu glauben,„waö er als ein Kind in Einfalt zu glauben gelehret war ;„vielwcniger kann er darum, daß er nun dem angedichte-ten und blindlings eingeflößten Glauben entsagt, straf-bar werden, oder die Vorzüge eines Menschen und Mit-gliedes der menschlichen Gesellschaft verlieren, und mit„allerley zeitlichen Ungemach belegt werden. Warum-„hat man ihn auf solche unerlaubte Weise mit dem Glau-„VM berückt? —Was haben die Herren Theologi für„Recht, daß sie diejenige», die doch eine vernünftige und
„wahre