„und gaben mithin ihren Nachfolgern in der christlichen,,Kirche ein rühmliches Beyspiel, wie nahe sie die ver-nünftige Religion auch mit der christlichen verwandt„hielten, und wie entfernt sie von deren Verkleinerung,„Beschimpfung und Unterdrückung wären. Woher ha-„ben denn die heutigen Lehrer des Christenthums das ge-,,lernt, daß sie vernünftige Verehrer Gottes bey der Ge-„meine mit verhaßten Benennungen anschwärzen, als ob„sie gar keine Religion hatten? Woher gönnen sie diesen„allein kein freyes Bekenntniß der erkannten Wahrheiten,„da sie alle übrige Ungläubige und Irrgläubige dulden?„Mit welchem Rechte mischen sie sich in die Verfassung„des Staates, solche unschuldige und rechtschaffene j.eute,„auch durch obrigkeitliche Hülfe, auH der bürgerlichen Ge-sellschaft, und allen daher entstehenden Vortheilen zu„verdrängen?
„Es ist demnach solche Unterdrückung der vernünf-tigen Religion und ihrer Verehrer, welche die neuern„christlichen tehrer zur Maxim gemacht haben, sowol dem„alten als neuen Testamente, sowol dem Gesetze Mvsis„und dem Betragen der jüdischen Kirche, als der Regel„und dem Exempel Christi und seiner Apostel gerade ent-„gegen. Aber wenn wir auch die Sache an sich selbst be-frachten, so zeiget sich die offenbarste Unbilligkeit in der„heutigen Methode, welche in der Christenheit herrscht»„Ein jeder Mensch soll glauben, oder nicht in der mensch-lichen, es sey geistlichen oder bürgerlichen, Gesellschaft„geduldet werden. Wie kann man aber das als eine„Pflicht uud Schuldigkeit fordern, und es mit einer Stra-ffe verknüpfen, was nicht in der Menschen Macht «nd
„freyem