( 221 )
„Christen erwarten, ehe sie in Menschen gebildet sind ?„Wie kann man eine thätige höhere Vollkommenheit des„Willens und Wandels von ihnen hoffen, da sie keine in-„nere Vewegungsgründe zu einer natürlichen Tugend und„Frömmigkeit bekommen haben? Wenn man diese Mc-„thode in ihrer eigentlichen Folge betrachtet: so wird sie,„nach Beschaffenheit der Menschen, zum Aberglauben und„knechtischen Werkheiligkeit Gelegenheit geben, oder sie„auch eben so bösartig und ruchlos, als sie aus Mangel„einer vernünftigen Erziehung geworden sind, lassen. —
Und so weiter! Au einer Probe ist dieses mehr alshinreichend. Nun erlaube man mir noch, meinen Unbe-kannten nicht so ganz ohne Geleite abtreten zu lassen.
i. Zch habe gesagt, daß ^eusers Schicksale michan diese Stelle erinnert. Denn als Neuser so weit ge-kommen war, daß er sich kein Bedenken machte, zurMahometanischen Religion überzutreten, war er doch ver-muthlich kein Phantast, der sich von der Wahrheit derMahometanischen Religion, als geoffenbarter Religion,Vorzüglich vor der Christlichen , überzeugt fühlte: sonderner war ein Deift, der Eine geoffenbarte Religion für soerdichtet hielt, als die andere, und den nur die äussersteVerfolgung zu einem Tausche brachte, an den er nie wür-de gedacht haben, wenn er irgendwo in der Christenheitdie Duldung zu finden gewußt hätte, auf welche unserUnbekannte für solcher Art lmte dringet. Er hatte sie