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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Nmmer zu gute werde»

In himel und auf erden.

Er ist genant Bencrius

Gott frist ihn und auch uns.

Er behüt uns vor der helle glut

Und hclsse uns das wir werden behüt

Vor des Lebens taten

Und vor der wcrlt geraten

Und vor des tewfels samen

Nu sprecht alle Amen.Daß hier verschiedene Zeilen ganz anders klingen, darfman sich nicht befremden lassen. Es war das Schicksalder deutschen Dichter aus dieser Zeit, daß sich die Ab-schreiber mit ihnen mehr als mit allen andern Schriftenerlaubten. Zeder schaltete ein und änderte, wie es ihmgut dünkte oder aus der Feder siel. Es würde eine un-endliche Arbeit für die Kritik seyn, die wahre Lesart desVerfassers wieder herzustellen; und oft wüßte ich gar nicht,wie sie es anfangen wollte, wenn sie nicht das Avtogra-phvn des Verfassers bey der Hand hatte. Wer kann hierz. E. mit Zuverlaßigkeit entscheiden, wie eigentlich die46te Zeile zu lesen oder auch nur zu interpunktiren sey?und ob es wahr ist, daß Vonerius ein Ritter gewesen?wie die eine Handschrift will, und wovon die andre durch-aus nichts weiß. Kaum laßt sich mit einiger Gewißheitsagen, ob die Namen hier oder dort richtiger geschrieben.Denn warum kann Rindenberg nicht eben sowohl eineFamilie gewesen seyn, als Riedenburg ? NurLeneriusist wohl offenbar das falsche; denn ich wüßte mich keinessolchen Namens zu erinnern. Hingegen ist ein spaterer«Str. Boner sogar unter den deutschen Uebersetzern sehrbekannt.

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