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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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möglich, daß der Dichter seinen Epilogus als die hun-dertste Fabel gezahlt hatte, wie er denn auch wirklich inunserer ersten Handschrift als das 9iste Kapitel über-schrieben ist. Öder es könnte auch seyn, daß er, demungeachtet was ich unten in der Note gesagt habe, den-noch die 2Zte Fabel von den Fröschen, mit ihrer vorherge-henden besondern Anwendung ans Athen , für zwey Fa-beln gerechnet hatte; wie sie denn auch wirklich in allenunsern Handschriften ein doppeltes Gemählde hat, wo-durch sie in zwey besondere Stücke abgesondert wird, de-ren jedes seine eigene Überschrift hat. In der erstennehmlich ist der Eingang Von iLigcnfchafr, und dieFabel Von Freyheit, überschrieben. In der zweytenaber heißt die Ueberschrift des Einganges, die im selberHerrscbafr kaufen, und die Überschrift der Fabel,v?er frey ist das sich der nichr zu eygen gib.Von den Gemählden, welche sowohl in dieser als in je-ner Handschrift vor jeder Fabel stehen, ist nichr viel zusagen. Die bessern hat die zweyte Handschrift; alnr auchdiese bessern sind herzlich schlecht, ausser daß sie dann undwann einen Blick verdienen, wo der Meister damaligeTrachten und Sitten abbilden müssen. In dieser Absicht,weiß man, haben Gelehrte auch wohl noch elendere Fi-guren zu brauchen gewußt.> Noch muß ich des Titelsgedenken, den diese zweyte Handschrift hat. An Anfangder ersten stehet blos, Hier hcbr sich an em maisterlLsopttö gcnanr. Vor dieser aber: Hie valxr cm daspuch das ist gcnanr der roclr lauff und es harein Meister gemacbr genande lLsöpus, und hssssser der czuldein stein und strafer reich smd armyeystlich und roerlrlich kunig und w'xssr und alle

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