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wärtige Epoche der deutschen Litteratur, die Epoche Frie-drichs des Grossen, zu nennen für gut findet! — DerSchweizerische Kunstrichter sagt ja selbst: „Wir haben„gegenwärtige Fabeln desto lieber vor der N^ancssischen„Sammlung vorhergehen lassen, weil sie bey ihrer na-türlichen Einfalt eine grosse Leichtigkeit haben, welche„sich auch öfters denjenigen verstandlich macht, die nur„ein flüchtiges Auge darauf werfen, ohne daß sie sich mit„den Schönheiten der alten Sprache eine gelehrte Arbeit„machen», Was heißt das anders, als: die Sprachedieser Fabeln ist nicht die Sprache der altern Dichter inder Manessischen Sammlung, sondern ein gutes Theilverständlicher, d. i. ein gutes Theil jünger, unsrer itzi-
gen Sprache naher? - Und was will der gelehrte
Mann mit der Orthographie jenes Alters? Giebt esdenn eine solche? Wenn er das Glück gehabt, einen Co-dex zu erhalten, in welchem durchaus eine gleichförmigeOrthographie beobachtet worden: ist das darum die Or-thographie jenes Alters? Finden sich denn nicht selbst inder Manessischen Handschrift fast so viel verschiedne Or-thographien, als verschiedne Dichter? -Was endlich
den Ausdruck, die Einfälle, die ganze poetische Kunst an-belangt, woraus wir schlössen sollen, daß unser Fabel-dichter der Zeitgenosse der Minnesinger gewesen; so kannich nicht bergen, daß ein solcher Schluß zu viel Unkundemit den spätern Dichtern des i^ten und der ersten Hälftedes iZten Jahrhunderts verräth. Zeiten, welche ei-nen Hugo von Tr^mberg und einen ^.erman vonGackjenheim noch gehabt haben, können ja wohl aucheinen Fabeldichter hervorgebracht haben, wie diesen.
Ja,