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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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izlcn Jahrhunderts in allen Schulen eingeführt. Wen»wir nun annehmen dürften, daß die Fabeln unsers Ano-nymus, sofort an die Stelle der NuZzrum ^laximinianigetreten, welche Alexander gleich zu Anfange seines vo-ünnsle aus den Schulen verweiset: so wäre das die äl-teste Spur, die mir noch von ihrem Daseyn vorgekom-men. Doch Gyraldus soll ja ausdrücklich sagen, daßihr Verfasser bereits im i2ten Jahrhunderte gelebt habe?Wenigstens versichert dieses de la Monnoye in seinenberichtigten Menagianen (-'): I-üius Q^rgläus sttri-bue les kables ä un Kom«/«/ ou 5ck!o, et le fzit vivre6ans le l2 Siecle. Allein dieser sonst so genaue Littera-tor hat sich hier wohl ein wenig übereilt, wenn er dar-auf fussen zu können geglaubt, daß Gyraldus kurz vorherden Hildeberrus nahmhaft macht, der l ioo gestorben,sodann des Gildas gedenkt, und fortfahrt: polieret interKos 8cc. Denn Gyraldus beobachtet überhaupt keine chro-nologische Ordnung, und das inter Kos beziehet sichnicht auf den Hildcbertus und Gildas, sondern auf diespätern lateinischen Dichter insgesamt, qui ninil sci lin>ZUT nirorem caltimoniüMHue, 5e6 eruelitionem etKilloriam non ninil alic^uznclo ssciunt, wie er sich gleichEingangs über sie erkläret.

z. Nach dem Gyraldus ist C- Scaliger zu hören,der in seinen t^percritico eben so viel scharfe und gesun-de, als schiefe und abgeschmackte Urtheile über Dichtergefällt hat. Scaliger nennt unsern Anonymus Accms/und zählt ihn zu den ganz neuern Dichtern seines Jahr-hunderts» ^ccius, schreibt er, c^uem tscitmr Helopi-

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(») I. p. 17z.