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,,ganz andern Seire rvichrig ist." In diesen letzter»Lessingischen Worten wurde ich einen Wink seiner Ent-deckung ahnden, wenn ich nicht alle hier mögliche Muth-maßung für gar zu unsicher und mißlich hielte.
So viel bleibt mm wohl ausgemacht, daß dieserAnonymus des V"?eve!er nichts anders, als ein versi-fieirtcr Ronmlus ist, und daß, hauptsachlich wegendieser Achnlichkeit und Verwandtschaft ihrer Fabeln, we-gen ihrer gleichartigen Folge ans einander, und wegenihres gemeinschaftlichen Abdrucks für die Schulen, der-gleichen der Ulmischeist, beyde oft für Eine Persongehalten, beyde Romulus oder Romulius genanntsind. Ans dieser Quelle scheint auch der von L.. obenbemerkte Irrthum des Gyraldus geflossen zu seyn. In-deß konnten ihn auch die Ueberschriften und Vorredeneiniger gedruckten Ausgaben dieser Fabeln, und selbsteiner oder andern Handschrift, gar wohl dazu verleiten. We-nigstens sagt ZTMam ^) ausdrücklich, daß einige Hand-
schrif-
Diese hat der scl. Messing im ersten Beytrage, S. 64.f f. umständlich beschrieben. Es ist wol keine andre, diervarrcm, in der dem dritten Bande feiner ////?./>oe„^ vorgesetzten Abhandlung über die Gefta Nomano-rum, S. I^XXIII. erwähnt, und die er ums Jahr 1470gedruckt glaubt, obgleich die von ihm angeführte Einthcilungin sechs Bücher nicht so genau zutrifft, als seine Anzeigeihres Inhalts. Dieser erwähne ich hier nur wegen der hinzu-gefügten Bemerkungen: daß wynr'yn de worde die ele-gischen Fabeln des Anonymus, im I. izoz, mit wenigenAbänderungen, ins Englische übersetzt habe, und daß dieganze Ulmische Sammlung bald hernach ins Französische,und daransvon Caxtcm ins Englische übertragen sey.'"'"') ksbulae sntiizuae, in IVa-/. sä 5in.