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schriftcn der elegischen Fabeln diesen Namen ihres Ver-fassers angeben, und beruft sich vabey auf einen gewissenG. iLrhard, der, bey der Petronischen Erzählung vonder Matrone von Ephefus, die poetische Bearbeitung die-ser Fabel durch unsern Anonymus als die Arbeit eincSalten Grammatikers Romulus anfuhrt.
Ohne mich hier in eine lange Untersuchung über die-sen V>t?mu!us einzulassen, und dasjenige weiter zu ver-folgen, was der sel. L.cjjtttcr. in dem ersten dieser Bey-trage von ihm und seinen Fabeln mit so vielem Scharf-sinn ins Licht gefetzt bat, kann ich doch meine Vermu-thung nicht ganz verschweigen, daß dieser Name viel-leicht völlig erdichtet^), und nicht der Name des wirk-lichen Urhebers weder der prosaischen noch poetischen la»teinischcn Fabeln sey, die man ihm beylegt. Was diesenZweifel zuerst in mir rege machte, waren die Worte inder kurzen Vorrede z» dem Deventerifchen L/ö^», mo?ck/i.
von lZ02: p«ü Koc s ?oM«/o im/?e»'6ko>'s ?o?»ck»asc! inliruenäum 6lium luum in laiinum venit. DerAnsatz, t'm^cklo»-- »am/r«o, war mir hier ganz neu undauffallend; und ich sah hernach erst in der Ausgabe desNilanr, die mir damals noch nicht zur Hand war, daßin seinem Manuscripte die Zuschrift des Romulus auseinen Sohn gleichfalls die Ueberschrift hatte: Komulus
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Eben sehe ich, baß auch Nilant, auf der vorletzten Seiteder Vorrede zu seinen diesen Zweifel äußert:
vitl, sagt er von dicsem Romulus, nili illuä norneaxlsne ssötitium eü. Auch Gudiuo sagt auf dem Titel sei-ner Abschrift des c°oi/. O?'»?'o». ,.5ub nomineRomuIi cuius-^arn - - ^uisc^uis ille fuerlt, »o»«e?j »o^/>
vi^etur." S. Beytrag I. S. 54.