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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Charakterisirnng sich die gedachte Vorrede anhebt. Daßdieß mehr als bloße Vermuthung sey, wird aus der rich-tigern Leseart einer andern Handschrift augenscheinlich, dieZ^lilanc S. 6Z. anführt, ohne jedoch irgend eine Fol-gerung daraus herzuleiten. Sie heißt: Kvmulus l'-berino Klio. Lml'/^ls sttl>« ^/ö/?»/ czuiäam KomoZrsecus er in^eniosus s^bulis lui8 6ocet Komines, 8cc»

Und fast noch deutlicher ergiebt sich die Gewißheit die-ses Mißverstandes aus einer Stelle des bekannten Vitt-cenr von Beauvaio"), auf die mich V?nrron, in deroben angeführten Abhandlung, zuerst aufmerksam machte»Inder zu Lübck 147Z gedruckten Chronik, /itt^/m-»?«»?^o?tttt'o»-»m, komnrtnämlich eine kurze Lebensbeschrei-bung Aesöp's, und der summarische Inhalt einiger vonseinen Fabeln vor. Die ganze Stelle ist, fast wörtlich, ausjenem Schriftsteller des dreyzehntcn Jahrhunderts, Vm-cenr von Bcauvai«, genommen; und bey ihm lautet ihrAnfang so: Txtant Tlc )m' sabulse eleZzntcs er s^imosae.<^UZ8 I^omulus quic>2m Zraecc» in latinum trans-tulit, et 36 6>lum suum ^berlinum ciiri^it, ita scri-I?cn8: Dr c-'tt/tsle /4tt/r^ F^«/ czuicjam, Komc» Arsecuset inZeniosus, tamulos suos 6ocet, u. s. f. Hier-aus lässt sich denn auch erklaren, was die Ansangsbuch,staben e. /S. sagen wollen, die, nach Christ's Zeugniß,in einigen dieser Überschriften vorkommen, und die er

») 8pecul. IM. 1.^ IV- c. 2. (rvarton citirt unrichtig I.. III.)5ol. 237. 2. Es sind daselbst nicht, wie Ulartonsagt, neun und zwanzig äsopische Fabeln, sondern nur so vielAuszüge ihres Inhalts, eingerückt.