auch des Gedankens nicht erwehren können, daß schondie Vermeidung dieses Uebelstandes, und dieser wesent-lichen Verwirrung, einer vorgangigen Vergleichung bey-der Handschriften werth gewesen wäre.
Ich gedachte oben der in der unsrigen allein befindli-chen Schlußverse dieses ersten Theils. Diese dienen auchdazu, den rechten Gesichtspunkt fester zn bestimmen, auswelchem man diesen ganzen Theil, oder Ulrich von Tur-Heims Arbeit, anzusehen hat. Sie ist nämlich nichtsanders, als Erweiterung desjenigen, was Wolframvon Ejchilbach zu Anfange seines Gedichs, oder deszweyten Theils, nur summarisch erzählt. Zn dieser Be-ziehung nennt Ulrich von Turheim sein ganzes Ge-dicht in diesen Schlußzcilcn bloß eine Vorrede; und da-hin erklare ich auch das, was er zu Anfange sagt:der materie vnö vil zu enge
Herr Wolfram hat bedeutetdie euch paz rvird beleirer.
So urtheilt auch Herr Casparson selbst ^) von diesemGedichte, ohne jedoch diese Beweise davon zu führen,deren ersteren ihm auch seine Handschrift nicht darbot»Gottsched aber hat diesen Gesichtspunkt ganz ver-fehlt, ob er gleich unsre Handschrift vor Augen hatte.Ihm schien die zuletzt angeführte Stelle ein Beweis,daß Escbilbach einigen Antheil an Turheim's Ge-dichte gehabt, daß jener sie diesem aus der provcnzalischenSprache gedeutet, oder ausgelegt habe, um sie in deut-sche Verse zu bringen. Und daß dieß Gedicht die Vor-
F 5 rede
^) Ankündigung, S. sv.