rede heisst, scheint ihm bloß darauf zu gehen, daß eSgewöhnlich mit den zwey andern zusammengetrie-ben worden» Als ob das so zufällig, und bloß durchHerkommen, geschehen wäre! — Nein, Ulricb vonTurheiM schloß sich an Eschilbacd an, und halte dieAbsicht, die Arbeit des letztern der seinigen, den, itzigenersten und dritten Theile des Ganzen, einzuverleiben.
Doch ich verliere mich in Umstände, die eigentlichzur Kritik über dieß Gedicht gehören; und diese war hiernicht mein Zweck. Nur Eins muß ich noch mit zweyWorten berühren, weil es in meine Hauptabsicht, in dieAusammenhaltung der wolfenbültelischen und casselischmHandschrift, Einfluß hat. Es betrifft die Mundart, w^r-in beyde geschrieben sind. In der casselischcn herrschtoffenbar die allschwäbische Mundart und Rechtschreibung;in der wolfenbüttelischen hingegen haben beyde schon sehrvieles von dem sachsischen, oder vielmehr frankischen, mil-dern Zdivm, dem man gewöhnlich einen spätern Ursprungin deutschen Schriften beyzulegen pflegt. Bey den un-leugbaren Spuren des höhern Alters unsrer HandschriftVerdient dieser Umstand allerdings die Aufmerksamkeitdes Sprachforschers. Zugleich widerlegt er eine Bemer-kung, die der ehrwürdige, um diesen Zeitpunkt unsrerLiteratursvverdiente, Bodmer mehrmals gemacht hat^) :daß sich der Doppellaut ei für das einfache i erst in derzwey-ten Hälfte des > zten Jahrhunderts eingeschlichen habe, unddas letztre von den Thüringern und Meißnern eben sowol,
wie
A. B. in den Probe«: der alten schwäbischen Poesie,Vorb. S. llV. in den Grundsätzen der deutschenSprache, Vorl. Abh. II. C>. n.