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Seligkeit bespricht In der Folge findet man eine Reihehöchst mittelmäßiger Zeitgebete in Versen, znr Metten-zeit, Prim, Terz, Sert, Non, und Vesperzeit. Siesind zum Theil picungen (Bitten) und Befchlnusse(Uebergebungen an Gott ) überschrieben. Viele darun-ter sind Anrufungen der Heiligen und Zrvölfborcn, oderApostel; viele auch Übersetzungen lateinischer Gebeteund Gesänge des Breviers, deren Anfangszeilen darübergesetzt sind. In allen ist die Poesie durchaus von keinemWerth. — Auf der zweyten Seite des XXVIsten Blat,tes hcbr sich an der Lisioiattus^) nach den rii mo-naren des Iars. Es sind ftchszeilige Verse, die demGedächtnisse die Heiligen jedes Monats einzuprägen be-stimmt sind. Ich bemerke bloß, daß auch hier der De-cember der NOolffmon heisst. Dann wieder geistlicheGedichte von verschiedener lange, und kurze gereimteDenksprüche aus den Kirchenvätern und andern älternSchriftstellern. Dann, Bl. XI.VIII, der Rosenkranzvnftr lieben Zmrvcn, gar lieplich zehoren; wo-bey.
Diese, und andre hier vorkommende, Erzählungen sindganz im Geschmacke der französischen ^o»te/^ok/, vondenen Hr. le Grand neulich eine Sammlung, als den 4tmBand der lÄ/ia»^-, gelieferthat.
So überschrieb man, wie es scheint, zuweilen die ReimkalenderSiescrArr, deren es so viele giebt. Den Anlaß dieser Beneimunzgab vielleicht ein lateinischer Reimkalender, der, in barbari-schen Abkürzungen die Namen der Heiligen jedes Monats ent-hält, und dessen erster Vers sich mit L?/o anfängt,für <Ä'cA?»/w, ?»5, um durch das erste Wort das
Evangelium des NeujahrstageS anzudeuten, S. »^l-r^vsQz/e»ii/?»'. -cv?', IAZ.