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ich die vornehmsten derselben hier anführen, ehe ich meineeignen hinzusetze, die freylich mehr Anlässe zu weitrerForschung, als neue und befriedigende Aufschlüsse gebenwerden.
Man weiß, daß Gnoch Hanmarm in seinenAnmerkungen zu Opitzcns deutscher prosodie ^ ausdem zu Straßburg im Manuskript aufbewahrten BucheGpangcnberg's von den Meistersingern einen AuSzuggelieferthat; bisher, nebst der bekannten VOagenseili-scben Abhandlung, die Hauptquelle der historischen Nach-richten von dieser Dichterzunft, und selbst eine von N?K-genjeil's Hauptqnellen in Ansehung ihrer frühern Pe-riode. In diesem 'Auszuge ^) wird Albrecht von Hal-herstadr, Uebersetzer der cvidischen Verwandlungen, umdas Jahr i2 lo angeführt, und dann hinzugesetzt: „Vmb„dieselbe Zeit oder je kurtz hernach hat gelebet ^re'fdnnck,welcher mit wenig Worten viel seiner Lehren kurtz fassen„können, wie auß seinem Buch, das /?. 5^/. Brand„ans licht bracht hat, zusehen. Man hielt damals auf„keinen Spruch nichts, den nicht Herr Freydanck gedichtet.,,
Keiner scheint besser darum zu wissen, wer Fre^-dank gewesen sey, als der vielwissende Morhof; undkeiner von allen, die seiner erwähnen, wußte doch imGrunde weniger darum. „ Zu derselben Zeit des Hugs„von Tr^mberg, sagt er-^), lebte Zreydanck, der„von jenem oft angeführt wird, hat ein Buch, in teut«eschen Reimen, geschrieben, sv er die Laien-Bibel uenuet^
P 2 „dann«
Achte Ausgabe, Frkf. 1658.12.
S. 157.
Unterricht von der teutschen Sprache und Poesie,S. 329.