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Halt das, o guter frcundt, darfür,
Wer das furnemen gsin in mir,Daß ich all reimen wolt glosicrn,Mit Concordantzcn korrigiern.Ich wolt bald hon gezogen har
Poeten, Recht, vnd Bibel gar.Aber es ist hiemit genug, n. s. f.Und in der Beschlußreif selbst wiederholt er diese Erklä-rung, daß er noch mehr Zusäße hätte liefern können,indem er den Freydank selbst anredet:Dich lobet einer, der do hett
Geschrieben mer, dann du geredt,Vnd wißt auch noch zu schreiben mer,Aber er gundt dir deine ehr.
Daß indeß diese Aenderungen nicht immer Verbcsserungengewesen sind, daß Äranr besser gethan hatte, den altenDichter unverändert zu liefern, besser sowohl für den poeti-schen als literarischen Werth seiner Ausgabe, wird manhernach aus einer Probe seiner 'Arbeit sehen.
Vorher muß ich nur noch eines spätern Abdrucksdes Zreydank, in Oktav, Erwähnung thun, der weni-ger merkwürdig seyn würde, wenn seine Abweichung vonder wormser Ausgabe, sowohl in der Anzahl der Kapitel,als in deren i,änge und Inhalt, es nicht fast völlig gewißmachte, daß er ein Abdruck der ersten Brantischcn Aus-gabe sey, und daß folglich der alte Druck von 1508 denFreydattt nicht in seiner Originalität, sondern Bram'sUmarbeitung desselben enthalte. Dazu kommt die Ueber-einstimmung des Titels mit dem, welchen Hr. Lodmer
angicbt,
*) In der Samml. geistvoller Schriften, am angef. Orte.