( 2Z6 )
kleinern Zreydanks haben übrigens ganz andre Erfin-dungen, als die in der wormser Folivausgabe.
Fre^dant's eigentliches Zeimirer ist immer nochfast eben so ungewiß, als sein Geburtsort, und seinesämtlichen persönlichen Unistande. Ich habe schon obenerinnert, daß lNorhof zu übereilt ans den öftern An-führungen des Rennerv schloß, daß Hreydank mit demVerfasser desselben zu. gleicher Zeit gelebt habe» So vielerhellt aber aus diesen Anführungen' ) unleugbar, daßsein Gedicht schon vor Verfertigung des Renners nichtnur da gewesen sey, sondern auch für eins der beliebtesten,angesehensten Bücher gegolten habe. Die Art, wie HugoV0tt Trymberg den Hreydank anführt, beweist, wiesehr er selbst ihn verehrte, und wie viel klassisches An-sehen sein Zeugniß und seine Sprüche damals haben muß,ten, die er in die Reihe andrer Zeugnisse und Sprüche ausbiblischen, kirchlichen, und alten heidnischen Scribentenzu setzen pflegt. Sehr oft begleitet er die Nennung sei-nes Namens mit einem Lobspruche; z. B. Bl. iz:
Da Frcidanck spricht, der selig mann,
Deß spruche ich dick gelesen han.Und Bl. 50:
Es sprach Frcidanck, deß sprüch nicinandt
Vor Gottes gerichte fälschen kann.
Schwer-öl Die vornehmsten derselben stehen in der einzigen gedrucktenAnsgabe des Renners (Franks 1549. fol.) Bl.12. a. iz. a.14. a. 17. b. 28. b. 29. b. zo. a. 32. a. 32. a. zZ. a. 39. a.40. b. 41. a. 47. a. 50. b. 5z. b. 58. b. 6o. a. 61. tt.71. a. 73. a. 78 a. 90. b. 9Z. a. ic> 1. b. 117. a. 119. a. b.— Selbst die beyden letzten Zeilen des Beschlusses sind ausdem Zreydank.