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weit besser, als die gewöhnliche:
Ein tcyl von sinnen die scind kranck.
'Diese Vorzüglichkeit, die ich beym weitern Lesenund Vergleichen immer mehr wahrnahm, vergrößertenun freylich die Freude über meine Entdeckung nicht we-nig. Aber, da die Handschrist, die ich vor mir hatte, ihrerganzen Einrichtung nach poetisches Ercerptenbuch war;so fürchtete ich sogleich, nicht das ganze Gedicht, sondernnur einzelne Abschnitte desselben hier anzutreffen. Undso war es auch wirklich; wenn gleich die Abschnitte oderKapitel an sich meistens ganz ausgeführt und vollständigwaren. Sie gierigen nur bis zum Zzsten Blatte fort; dannfolgten wieder kurze Denksprüche; aber zu meinem Ver-gnügen traf ich an zwey Stellen dieser Abtheilung wiederauf Kapitel meines Gnomologen, nämlich von Bl.106 bis i i l, und von Bl. iil) bis 128. Nun entwarfich mir eine Vergleichungotafel dieser einzelnen Stückemit den Kapiteln der wormser Ausgabe; und sah dar-aus, daß von den zwey und sechszig Kapiteln, welchediefe enthält, ihrer sechzig in unsrer Handschrift befind-lich sind; wobey man jedoch nicht vergessen muß, daßdie Abtheilungen in der Folio- und Oktav - Ausgabe ver-schieden, und von Wagner einige Kapitel eingeschaltetsind. Dagegen machen auch manchmal zwey Absätze un-srer Handschrift nur Ein Kapitel des wormser Drucksaus, die ich aber auch in meiner Aufzählung nur für Einsgerechnet habe.
Das bemerkte ich bald, daß Druck und Handschriftsehr von einander abwichen; nicht etwa nur in einzelnenLesarten, sondern in ganzen Versen, in ganzen Reihen
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