4. ETritteertrng in .bushel* pro acre in (len linchgenniinteii Ländern um das Jalir 1900.
(Znsainmongestellt aus Agricultural returns for Great Britain, Jahrgang 1901, London 1902, p. ‘250 ff.)1 acre — 0.105 ha. 1 bnshel Weizen = 28 kg. 1 bushel Roggen = 26,5 kg. 1 bushel Gerste = 24 kg.
1 bushe} Hafer =18.1 kg.
Algier ..
Weizen
7,46
Roggen
9,98
Gerste
9,68
Hafer
22,15
Argentinien.
13,98
—
—
—
Australien
6.38
—
15,42
17,91
Oesterreich.
16.30
15,96
19,26
23,38
Ungarn.
16.31
16,08
20,58
27,09
Belgien.
27.70
27,78
38,60
45,59
Bulgarien.
14,00
13,22
17,62
19,73
Canada .
16.92.
16,55
27,53
35,17
Deutschland.
25.44
19,48
28.03
33.66
Frankreich .....
18.80
16,61
21,13
25,68
Grossbritannien und Irland . .
31.76
—
33,92
39,92
Holland.
2S.57
23,88 '
43,21
48.17
Indien.
9,95 ■
—
—
—
Italien . . ....
10.91
11.97
10.60
15,65
Japau . .
17,45
19,94
25,93
•—
Neu-Seel and.
26.93
22,24
30,89
34,63
Rumänien .....
12,51
13l37
13.24
15,51
Europ. Russland ohne Polen
8.14
10,34
11,41
15,19
Polen.
15,98
12,48
16,35
16.33
Nördl. Kaukasien
9.51
10,67
14.94
18.19
Serbien.
19.34
19,32
27,42
32,46
Spanien.
16.80
10.76
14,95
13.30
Schweden.
25,29
22.40
24,99
29,38
Vereinigte Staaten
■ 12.76
14,42
22,43
27,32
Uruguay.
17.17
—
—
■ —
5. Die Abhängigkeit der Düugnngsintensität bei gleiclibleibenden Diingerpreisen
von den Fruchtpreisen.
Auf der Versuchsstation zu.Rotbamsted hat Lawes in den 13 Jahren von 1852—1864 fünfAbteilungen seines permanenten Weizenfeldes Broadüackfield mit regelmässig anwachsenden Dünger-mengen versehen. Das Ergebnis zeigt die nachstehende Tabelle über den Ertrag während der 13 Jahre,dass die Versuche angestellt wurden, welche ich der gütigen Mitteilung des Herrn A. D. Hall inHarpenden verdanke. (Vergl. auch die wegen des verschiedenen Zeitraums, für den der Durchschnittgezogen wurde, etwas abweichenden Durchschnittszitfern in Memoranda of the origin, plan and resultsof the field and other experiments etc at Rothamsted, Herta 1895, p. 22.)
Weizenerträg
Kosten pro
Abteilung
pro acre busheis
bushel
5
Ausschliesslich Düngermischung
1814
4,38 sh
. 6
Düngerniischnng und 200 Pfund Ammoniaksalz
(= 43 Pfund
Stickstoff) = 25 sh
28 5 /8
3,7 ,
7
* - 400 „
( == 86 ,
, ) = 50 ,
37 Vs
3,5 ,
8
, 600 ,
( = 129 „
, 1= 75 „
39
\ 4,0 „
16
, , 800 „
(=172 ,
„ ) = 100 „
397-
\ 4,6 ,
Herr A. D. Hall hatte die Freundlichkeit, mir das nachstehende Diagramm zu übersenden, inwelchem die vorstehenden Ergebnisse auch graphisch dargestellt sind. Die Kurven zeigen das Gesetzdes abnehmenden Bodenertrags sehr deutlich. Herr Hall ist dabei von '4 Pfund Sterling als notwendigemBestellungsaufwand, Ernteaufwand u.,'a. w. von Weizen ausgegangen, unter Abzug der Kosten des Strohs,wobei angenommen wird, dass dieseB nicht verkauft wird; hierzu ist dann der Aufwand für Düngergerechnet, .'der zur Erzielung jeder Ernte verwendet wurde, und der die einzige veränderliche Grösse ist.welche die .Grösse des Ertrags beeinflusst.
Hierauf wurde der Wert des erzielten Naturalertrages unter Zugrundelegung dreier verschiedenerWeizenpreise berechnet, eines höhen Preises (40 sh per Quarter), eines mittleren Preises (33 sh) und einesniederen Preises (24 sh per Quarter). Das-Diagramm zeigt, dass bei hohem Preise selbst die stärksteDiingerzufuhr einen Gewinn abwirft, wenn auch in abnehmendem Masse, während der höchste Gewinnsatzbei mittlerer Diingerzufuhr erzielt wird. Bei niedrigem Preise wird bei keinem Muss von Düngerzufuhrein Gewinn erzielt; der Verlust ist aber um so grösser, je grösser die-Düngerzufuhr.
.,Die Ertragskurve bei mittlerem Preise illustriert das, was (Hall als das' grosse ökonomischeGesetz des~Anbaues bezeichnet: sie schneidet die Kostenkurve zweimal; dies heisst: ein bestimmter Auf-wand von Kosten ist nötig, damit überhaupt Gewinn erzielt werde; bei Mehraufwand von Kosten steigtder Gewinn eine Zeit lang; allein nach Ueberschreitung einer gewissen Grenze in abnehmendem Masse,und dann kommt ein anderer Punkt, bei dessen Ueberschreitung jeder Mehraufwand aufhört, gewinn-bringend zu sein.