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[1]: MS 312 - Grundriss zu Vorlesungen über Oekonomische Politik.
(Spezielle Volkswirtschaftslehre)
Entstehung
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20

Nach der

amtlichen

Statistik waren

die Preise

auf dem

Berliner Markte:

J*i ln*p

pro 100 kg

pro 100 kg

pro 100 kgG erste

pro 100

, pro 100 kg

1 Iren li-

pro 100 kgSpeise- 1

Roggen

Weizen

(München)

Hafer

tt urtotteln

Kartoffeln

M.

M.

M.

AL

M.

M.

1880

187.9

217,8

206,9

147,9

(V)

Ci)

1881

195,2

219,5

202,1

150,6

(?)

Cf)

1882

152,3

204,2

200,4

132,4

27,0

34,8

1883

144,7

186,1

193,0

128,1

34,8

55,7

1884

143,3

162,2

204.8

131,3

25,1

39,3

1S85

140.6

160,9

181,3

134,2

21,9

32,2

1886

130,6

151.3

176,9

120.4

20,5

29'9

1887

120,9

164,4

170,2

98,4

24.9

33,3

1888

134,5

172,2

181.2

123,0

27,9

37,9

1889

155,5

187,7

179,3

149,6

22,9

33,8

1890

170,0

195,4

209,2

157,8

24,3

36,4

1891

211,2

224,2

195,9

165,6

41,7

63,8

1892

176,3

176,4

179,0

149,4

38,9

54,7

1893

133,7

151,5

176,3

157,0

25,5

38,3

1894

117,8

136.1

170,2

131,2

23,7

37,1

1895

119,8

142,5

174.7

121,4

23,7

41,6

1S96

118,8

156,2

185,8

124,7

22,8

34.4

1S97

130,1

173,7

194.0

(?)

25,0

43,3

§ 8. Grundeigentum und Grundrente.

Ueher die Entstehung und Entwicklung des Grundeigentums vergl. Hanssen, Agrarhistorische Abhand-lungen. 2 Bände. 1830. Inama-S ternegg, Deutsche Wirtschaftsgeschichte. 4 Bände. 1879.Lampreeht. Deutsches Wirtschaftsleben im Mittelalter. 4 Bände. 1886. Meitzen, Siedelungund Agrarwesen der West- und Ostgermanen. 3 Bände. Berlin 1896. Vergl. auch Brentano,lieber Anerbenrecht und Grundeigentum. Berlin 1895, S. 12 tf.

Ueber die Grundrente vergl. James Anderson, Drei Schriften über Korngesetze und Grundrente. MitEinleitung und Anmerkungen von Lujo Brentano. Leipzig 1893. Malth ua, Drei Schriften etc.,herausgegeben von Leser. Leipzig 1896. Ricardo, Grundgesetze der Volkswirtschaft undBesteuerung. Deutsch von Baumstark. 2. A. Leipzig 1877, S. 40 tf. .1. H. v. Thünen, Derisolierte Staat in Beziehung auf Landwirtschaft und Nationalökonomie I. 2. A. Rostock 1842.

Angenommen, wir hätten zehn Klassen von Grandstücken, verschieden durch ihre Fruchtbarkeitoder ihre Lage. Auf Grandstücken der Klasse A betragen die Herstellungskosten eines Zentners Getreide 1,in der Klasse B 1,25, in der Klasse C 1,50, in der Klasse D 1,75, in der Klasse E 2 und so fort aufjeder schlechteren Klasse um 0,25 pro Zentner mehr bis zur Klasse K, wo sie 3.25 betragen würden,falls sie zum Anbau käme. Wir nehmen an, es wären sogar noch schlechtere Grundstücke vorhanden;allein deren Anbau wäre z. Z. ganz ausser Frage.

Wir nehmen ferner an, von Klasse A gebe es 10, von B 20, von C 30, von D 40, von E 50 Morgen.Von der noch schlechteren Klasse F wären sogar 200 Morgen vorhanden. Bei noch grösserer Unfrucht-barkeit nähme dagegen die Zahl der zu der betreffenden Klasse gehörigen Morgen wieder ab; so gäbees von Klasse G nur 190, von Klasse H 180, von Klasse I 140. von Klasse K 76 Morgen. Die nochunfruchtbareren Grundstücke können wir ausser Betracht lassen.

Wir nehmen nun zunächst an, damit die vorhandene Bevölkerung die nötige Menge Getreideerhalte, gpnüge es, dass die 150 Morgen der Klassen AE in Anbau genommen würden. Damit diesgeschehe, muss der Getreidepreis so hoch sein, dass er die Produktionskosten auf den Grundstücken derKlasse E deckt: er muss also mindestens 2 betragen. Infolgedessen erhalten die Grundeigentümer derKlassen AD eine Rente im Betrag der Differenz ihrer Bestellungskosten und der Bestellungskosten aufKlasse E. Daraus ergibt sich die folgende Tabelle 1:

Morgenzahl

nach

Klassen

Kosten

pro

Zentner

Erzeugnispro Morgenin Zentnern

Das Erzeug-nis einesMorgenskostet

Erlös einesMorgensbeim Preisevon 2

A 10

1

10

10

20

B 20

1,25

7,5

9,375

15

C 30

1,50

5

7,5

10

D 40

1,75

2,5

4,375

5

E 50

2

1

2

2

.Kente proMorgen

Gesamt*

erzeugnis

Dasselbe

kostet

Erlös einerKlasse beim

Rente einerKlasse beim

von 2

der Klasse

Preise von 2

Preiso von 2

10

100

100

200

100

5,625

150

187,5

300

112,50

2,5

150

225

300

75

0,625

100

175

200

25

50

100

100

550

787,5

1100

312,50

Nun nehmen wir an. dass die Bevölkerung zunehme. Infolgedessen seien statt 550 Zentner1232 Zentner Getreide notwendig. Diese 082 Zentner, die, mehr benötigt werden, können auf doppelteWeise beschafft werden, sei es durch Melioration der 150 Morgen der Klassen AE, sei es durch Anbauder unfruchtbareren oder ungünstiger gelegenen Klassen FK.

Anderson nimmt an, es erfolge das Erstere die Melioration, z. B. Drainage und künstlicheDüngung .der Grundstücke, die Rente bringen. Wir nehmen an, diese Melioration erhöhe den' von denGrandbesitzein der Klasse A D gemachten Aufwand um 25 (l /o pro Morgen. Allein dieser Mehraufwandhat che Herstellung von so viel mehr Zentnern pro Morgen zur Folge-, dass die Herstullumrskosten pro1 Zentner sinken, und zwar sinken sie, wie in dem §6 No. 3 gezeigt worden ist, in verschiedenem Masse je