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[1]: MS 312 - Grundriss zu Vorlesungen über Oekonomische Politik.
(Spezielle Volkswirtschaftslehre)
Entstehung
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21
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Oekonomische Politik( Brentano)

(ÄA-

21

nach der oiaherigim Beschaffenheit des Bo .'ens. Wir nehmen an.^sie sänken auf Grundstücken der Klasse Aum 60," auf B um 50, auf C um 40, auf D um 30 Prozent pro 1 Zentner. Die folgende Tabelle IIzeigt, wie Kosten, Preise und Renten sich alsdann steilen:

Morgor.zahJ

nach

Klassen

Kosten

pro

Zentner

Erzeugnispro Morgenin Zentnern

Das Erzeug-nis einesMorgenskostet

Erlös einesMorgensbeim PreiseTOD 2

Rente proMorgenbeim Preisevon 2

Gesamt*erzeugnispro Klaese

Dasselbe

kostet

Erlös einerKlasse beimPreise von 2

Rente einerKlasse beimPreise von 2

A 10ß 2G

0 30

D 40

E 60

0,40

0,625

0,90

1,225

2

31,50

18,73

10,46

4,46

1

12,60

11,706

9,414

6,464

2

63

37,46

20,62

8,92

2

50,40

25,754

11,506

3,456

315

374,6

313,8

178,4

50

126

234,125

282,42

218,54

100

630

749,2

627,6

356,8

100

50i

515,075

845,18

188,28

1231,8

961,085

2463,6

1502,515

Infolge der stattgefundeuen Melioration wird es möglich, die verlangte Steigerung der Getreide-menge von 550 auf 1232 Zentner herbeizuführen, ohne dass der Getreidepreis steigt. Denn für denGetreidepreis sind die Produktionskosten auf den Grundstücken der schlechtesten Klasse, deren Anbauzur Deckung des Marktbedarfes nötig ist, massgebend. Diese Klasse ist nach wie vor Klasse E mitHerstellungskosten im Betrage von 2. Die Aussicht auf eine Steigerung der Rente hat die Grundeigen-tümer der Klassen AD zu Melorationen veranlasst. Infolge dieser Meliorationen ist ihre Pente gestiegen.

Setzen wir nun die zweite Möglichkeit: Um die benötigteSteigerung der Getreidemengevon 660 auf 1232 Zentner herbeizuführen, werde nicht melioriert oder zu besseren Betriebssystemenauf den Klassen AD übergegangen, sondern es würden unfruchtbarere oder weniger ergiebige oder ent-fernter gelegene Böden in Anbau genommen. Wir wollen annehmen, wenn das Erzeugnis pro Morgenauf Klasse E 1 Zentner betrage, betrage es auf Klasse F 0,95 Zentner, auf Klasse G 0,90 auf H 0,85,auf I 0,80, auf K 0,75 Zentner, und von Klasse F gäbe es 200, von G 190, von H 180, von I 140 undvon K 76 Morgen. Alsdann müsste bis zum Anbau von Klasse K geschritten werden, um die benötigten1232 Zentner zu beschaffen. Damit dies möglich wäre, müsste der Getreidepreis von 2 auf 3,25 steigen.Die folgende Tabelle III zeigt, wie Kosten, Preise und Renten sich alsdann stellen würdfen:

Morgenzabi

Kosten

Erzeugnis

Das Erzeug-

nach

Klassen

pro

Zentner

pro Morgenin Zentnern

nis einesMorgenskostet

A 10

1

10

10

B 20

1,25

7,5

9,375

C 30

1,5

6

7,5

D 40

1,75

2,5

4,375

E 50

2

1

2

F 200

2,25

0,95

2,14

G 190

2,5

0,90

2,25

H 180

2,75

0,85

2,34

I 140

3

0,80

2,40

K 76

3,25

0,75

2,44

Erlös einetMorgensbaim Preisevon 3,25

Rente proMorgenbeim Preisevon 3,25

Geeawt-erzeugnispro Klasse

Dasselbe

kostet

32,5

22,5

100

100

24,375

15,00

150

187,5

16,25

8,75

150

226

8,125

3,75

100

175

3,26

1,25

50

100

3,09

0,95

190

427,6

2,925

0,675

171

427,6

2,76

0,42

153

420,75

2,60

0,20

112"

336

2,44

57

185.25

1233

2584,50

Erlös einer

Rente einer

Klasse beim

Klasse beim

Preise von

Preise von

3,25

3,25

325

225

487,5

300

487,5

262,5

325

150

162,5

62,5

617,5

190

555,75

128,25

497,25

76,50

364

28

185,25

4007,25

1422,75

Trotzdem der Getreidepreis von 2 auf 3,25 stiege, würde hiernach auf den 'fruchtbarsten und amgünstigsten gelegenen Böden die Steigerung der Rente eine geringere sein als da, wo die grössereGetreidemenge durch Meliorationen und besseren Anbau gewonnen würde; in unserem Beispiel würdeerst auf den Boden der Klasse D die Steigerung der Rente höher sein als bei Steigerung der Erträgnissedurch Melioration. Einen ausgesprochenen Vorteil hätten dagegen die Besitzer von Böden noch schlech-terer Klasse; sie erhielten sogar eine Rente, die sie vorher nicht hatten, und selbst die schlechtesteKlasse würde anbaufähig werden, während sie bei einer Steigerung der Erträgnisse durch Meliorationund der besten Böden gar keinen Vorteil ziehen würden.

b) Die Pachtrenten der preussiscl.en Domänen.

(Nach Meitzen III, 420) auf Mark pro Hektar reduziert (1 preuss. Morgen = 0,25532 ha).

J Regierungs-bezirke

Königsberg .GumbinnenDanzig . .MarienwerderOöslin . . .

Stettin .Stralsund . .

Bromberg . .

Posen . . .

Frankfurt . .Postdam . .

1849

1864

1867

pro ba

pro ba

pro ha

M.

M.

M.

8,58

13,63

15,61

6,98

8,93

9,17

11,09

18,92

29,02

7,99

12,46

13,51

9,75

15,28

17,39

12,57

20,83

21,15

11.16

17,63

22,56

8,11

12,93

14,69

.,.8,11

12,57

16,69-

15,16

23,50

25,38

12,69 ,

18,68

21,97

Regierungs-

bezirke

Oppeln . .Breslau....Liegnitz . . .

Magdeburg . .

Merseburg. . .

Erfurt ....Minden . . .Münster . . .

Arnsberg . . .

Das alte Staats-.,gebiet . . .

1849

1864

1867

pro ha

pro ha

pro ha

M.

M.

M.

10,11

14,10

11,62

13,98

17,04

17,39

13,75

20,56

23,15

27,15

35,02

44,65

27,62

35,60

38,78

23,97

29,96

32,67

21.03

23,86

28,20

29,14

30,79

30,79

24,68

19,33

22,21

24,79