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Die Pachtrenten der preussischen Domänen. (Nach Grossmann in Conrads Jahrb. 3 r .
S. 706-8.'
Durchschnittspaehtzins von sämtlichen preuss.Domänenpachtuugen nach dem Stande vomJanuar 1891
Regierungsbezirk
Pachtzins pro ha
bezw. Provinz
nutzbarer Fläche
Königsberg.
23,66
Gumbinnen.
17,76
Danzig.
30,15
Marienweruer ....
27,07
Potsdam.
30,53
Frankfurt a. 0. . . .
37,63
Stettin.
27,98
Cöslin.
15,47
Stralsund.
27,98
Posen .
20,62
Bromberg.
20,26
Breslau.
45,70
Liegnitz.
34,61
Oppeln.
35,95
Magdeburg.
92,63
Merseburg.
76,44
Erfurt.
36,85
Schleswig-Holsein . .
77,28
Hannover.
71.16
Hildesheim.
65,79
Lüneburg .
32,87
Stade .
35,79
Aurich.
G7,21
Minden .
19,04
Cassel . . . . . .
49,99
Wiesbaden.
' 50,76
Durchschnitt
41,02
Steigerungen der Pachtzinsen auf sämtlichen1870- 1889 ncuverpachteten preuss. Domämen.
Die bis zur Neuverpachtucg gezahlte Pacht — 10(>.
Bezirk
Pachtbeginr
Steigerung
( 1670- 74
148,9
Ostpreussen
J 74-79
130.2
80—84
106,5
1 85-89
89,1
( 1870—74
196,3
Westpi'eussen
1 74—79
187,2
1 80 - 84
106,6
\ 84-89
75,2
i- 1870-74
137,7
Posen
1 74—79
\ 80-84
152,9
101,5
[ 85-89
83,0
f 1870-74
160,0
Brandenburg
1 74—79
j 80-84
136,4
104,1
l 85-89
82,8
( 1870-74
120,3
Pommern
j 74—79
109,0
| 80 -84
90.9
{ 85—89
84,9
f 1870—74
181,8
Schlesien
J 75—79
164,0
\ 80-84
165,1
l 85-89
100,8
( 1870-/4
186,8
Sachsen
1 74- 79
) 80-84
271.0
151.1
( 85—89
104,8
[ 1875-79
109,2
Hessen-Naisau
\ 80-84
97,8
[ 85-89
100,2
Reg.-Bez.
[ 1875—75
185,2
Hannover und
[ 80-69
84,4
Hildesheim
l 85-89
125,8
Keg.-Bez.
f 1875-79
157,0
Aurich, Stade
80-85
96,6
und Lüneburg
I 85—89
82,9
§ 9. Der Bodenpreis.
Vergl. Hermann, Staatswirtschaftliche Untersuchungen, 2. Aufl., München 1870, S. 390 ff., S. 488 ff.
I. Landgerichtsdirektor .Schmitz aus Düsseldorf berichtete auf der Berliner Agrarkonferenz am1. Juni 1894: „Bei den Ermittlungen in den 80er Jahren stellte sich der Katastral-Reinertrag zum Ver-kaufspreis im Amtsgerichtsbezirk Zanow wie 1:153,7, in Rössel in Ostpreussen wie 1:102, im Amts-gerichtsbezirk Mogilno wie 1:69 .. . In Düsseldorf schwankt das Verhältnis zwischen 1:19 und 1:35.In anderen Nachbargemeinden schwanken die Ziffern von 1:14,8 bis zu 1:53,53, ifi Eifelbezirken zwischen1:61 und 1:297. In diesen Zahlen kommt die Thatsache zum Ausdruck, dass die geringwertigen Bödenseit der unveränderten Grundsteuer-Einschätzung wesentlich gewonnen haben durch die vorwiegend ihnenzu gute gekommenen Fortschritte der Düngungslehre. Wie im Osten, so lässt sich auch für den Westenunmöglich der Katastral-Reinertrag als Wertmesser zu Grunde legen.“ Vergl. die Agrarkonferenz vom28. Mai bis 2. Juni 189-1. Berlin 1894, S. 273 und 2741
II. Aus einem Berichte des K. Amtsgerichts Laufen an den Präsidenten des K. LandgerichtsTraunstein vom 28. Mai 1894:
Ich habe von einigen. Anwesen in der in der Mitte des Amt. gerichtssprengels gelegenenGemeinde Petting den Qebernahmspreis von früher und den letzten Jahren wie leigt zusammengestellt:1. Hs.-No. 19 Wüiflingergut
Uebernahme 24. November 1827 1450 fl. = 2465 M.
, 20. November 1876 6800 M.
2. Hs.-No. 55 und 56 Lenzengut
Uebernahme 26. November 1844Vatergutsvertrag lz. Mai 1890
3. Hs.-No. 54 Maiergut
Uebernahme 13. Februar 1844„ 8. Jauar 1878 ,.
4522 fl. = 7687,4 M.
23925 M.
2729 fl. = 4624 M.
18025 M.