Ausgabe 
11 (6.4.1851) 14
Seite
112
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wenigstens hatte Bischof Conrad umsonst auf den Fuß der Monstranze die Wortegraben lassen: I'rsnsksrens incle vel slien3ns snatnems sir! *)

S. Th. v. A.

Aus dem dritten Jahresbericht des Bereines zum heil. Vineenz

von Paul in Augsburg .

Getreu dem Grundsatze deS Vincentiusvereins:Aus Liebe zu Gott, alsowegen Gott, die dürftigsten, ärmsten Menschen, die in unsern Mauern wohnen, auf-zusuchen, sie mit vereinten Kräften zu unterstützen, auf ibr geistiges und körperlichesWohl heilsamen Einfluß, zugleich zu unserer eigenen Heiligung zu üben" wirkteder Verein auch in diesem Jahre stille fort. Die Beiträge der Mitgliederhaben Gottlob im letzten Jahre durch Mehrung der Vereinsmitglieder, sowohl derordentlichen, deren Zahl nun 96 ist, als auch der außerordentlichen, deren wir nun13 zählen, in erfreulicher Weise zugenommen.^)

Es ward uns hiedurch möglich, 109 Arme zu unterstützen, und zwar:

1) mit Brod im Betrage von .... .

243 fl.

24 kr.

2) mit Suppe . . . .

7

36

»

3) mit Fleisch (1328 Pfund).....

245 .,

3

,/

4) mit Holz......

12

44

/,

5) mit Geld zu Miethzinsbeiträgen u. a. m.

70 .,

42

»

Ferner gaben wir aus:

6) Pedell-Lohn (zugleich als Unterstützung)

49

«/

7) für lithographische Arbeiten, als Brod- Fleischkarten,

Listen u. s. f. ^......

12

23

»

8) für die Vereinsbibliothek .....

27

6

»

Summa 667 fl. 58 kr.

Außerdem wurden noch mehrere Arme mit Kleidungsstücken, Geschenken vonMitgliedern, unterstützt.

AIS einen erfreulichen Anhang zu unserm Armenberichte müssen wirnoch der Verein Sbibliothek erwähnen, die im Sommer 1850 Gottlob zu Standekam, und bereits aus 800 Bänden, theils Jugendschriften, theils Schrif-ten religiösen sowohl, als gemeinnützigen Inhaltes überhaupt besteht.Katholische Männer verschiedenen Standes in und außer dem Vereine haben dengrößten Theil als ein Geschenk dem Vereine überlassen, wofür er heute den wärmstenDank zollt, so wie den milden Gebern, welche die Summe von 93 fl. 18 kr. zurErhaltung und Vermehrung der Bibliothek beitrugen, und deren Ver-wendung der Ausschuß sorgfältig berieth.

Eben so erfreulich ist es aber auch, berichten zu können, daß bereits eine nichtunbedeutende Anzahl von Büchern durch Vereinsmitglieder (insbesondere diehochwürdige Geistlichkeit der fünf Pfarreien) unter die Jugend sowohl, alsErwachsene ausgeliehen ist, und mit Gottes Beistand heilsam und segensreichwirken wird gegenüber dem verderblichen Gifte der schlechten Presse, die täglichihr Unheil drohendes Haupt erhebt. Wir schließen mit dem Wunsche, daß dieTheilnahme an unsern Vereinsbestrebungen eine immer ausgedehntere werde, und ihreSegnungen sich über Geber, wie Empfänger ausbreiten mögen.

') Wer sie entfernt oder veräußert, sey dein Kirchenbann? verfallen.

'*) Wären die Frauenvcrcine für arme Kranke, wie anderwärts, mit dem Vinccnzvereinverbunden, so würden natürlich weit größere Summen sich ergeben, da jene im letzten Jahre in unsernfünf Pfarreien wieder über 3000 Gulden zusammengebracht haben.

Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen.

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Verlags-Znhaber: F. C. Krem er.