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Der Baumeister.
Ein Tempel steht errichtetVon eines Meisters Hand,
Vom Himmclsschci» umlichtctAuf rauhem Ackerlands
Des Tempels EingangshallenBenetzet Thränenthau
Der Büßer, die gefallenAus Gottes Gnadcnau.
Hier waschen sich die SünderDurch Liebesrlnc rein,
Und werden die VerkünderDer Buße süßer Pein.
Sie treten zur CapelleDer rechten Seite hin;
Es tröstet bald die SeeleGcheimnißvoller Sinn,
In freudigen Aecordcn
Ertönt das Krippenlied:„Das Wort ist Fleisch geworden,"
Das uns zum Himmel zieht.
Es weicht aus der Capelle,Die steht zur linken Hand,
Des Tageslichtes Helle?Sie glänzt vom Opfcrbrand.
Es kommt die Nacht der Schmerze»,
Es haut die Geißel einDes Abendmahles Kerzen
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Es glänzt der Stern der WeisenAm hohen Firmament;
Nach Bethlehem sie reisenVom fernen Orient.
ES segnet voll der FreudenDie Mutter und den Sohn,
Es zeigt das Schwert der LeidenDer greise Simcon.
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Die Braut im HohenliedsSucht ihren Bräutigam,
Wird nicht des Suchcns müde,Bis sie an's Herz Ihn nahm.
Doch ach, zum MyrrhenhügelWird nun geführt die Bra«t,
Wo sie der Liebe Siegel2m Blutgcwande schaut.
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Vertritt der Fackelschein.
Die Finsterniß der Sünde
Bedeckt den Erdenkrcis,Und ach, der Hölle Schlünde
Erglühen scharf und heiß.
Doch heißer brennt die LiebeAm hohen Krcuzcsstamm;Es trägt des Todes Hiebe
Das reinste Gottcslamm.
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Des Friedens Regenbogen
Erglänzt am Kreuzaltar;Aus der Verzweiflung Wogen
Hebt sich der Sünder Schaar.
Es tritt die Ostcrsonne
Aus finstrer Wolkennacht,Und strahlt auf ihrem Throne
In Majestät und Pracht.
chiw j>mss,s.pv.-^^ii'.G mi'li'i 'chlv'sDen Hochaltar umkränzet
Der schönsten Feste Zier,Und Jesu Liebe glänzet
Geheimnißvvll allhier.
Der Erercitien-Meister
Hat jenes Haus gebaut,Worin im Licht der Geister
Dieß Alles wird geschaut.
Den Eingang, zwei Capellen
Und dann den HochaltarVermagst du selbst zu wählen
Im ganzen Kirchenjahr.
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Und wer da fromm betrachtetDas Rosenkranzgebet,
Dem bleibt nicht unbeachtet,Wo dieser Tempel steht.
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Verlags-Jnhaber: F. <C. Kremer.