Ausgabe 
11 (13.7.1851) 28
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217
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Eilster Jahrgang.

Sonntags-Beiblatt

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13. Juli 28.

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1851.

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,l6nl<1 hlluZiiÄ' sllslo ll'^Is,l»!.iii»7)üT 7»Ä chiw7^V 7ü1 ilZli)? il><! ,li'^i7(!<) -Ueber die Wirksamkeit der Sacramentalieu. *)

.iKs.j icdiir,)<Il> iw »^Il^t tu»k(T ..4»ss ^ij!ilicl.i'jfs.b!f nz^g ichviZ ,mnn57Ueber die Sacramentcilien und ihre Wirksamkeit ist man schon lange ganzglcichgiltig, weil man der irrigen Meinung ist, daß man auch ohne für sie empfäng-lich gewesen zu seyn, selig sterben könne. Diese Meinung wird auf die Bemerkunggegründet, daß durch die Anrufung des Namens Jesu und das Kreuzzeichen zc. nurin den ersten christlichen Jahrhunderten, wo alle Christen heilig lebten, und in denspätern Jahrhunderten auch nur durch Heilige außerordentliche Wirkungen erfolgten.Dieser Schluß ist allerdings richtig, weil die Wirksamkeit der Sacramentalien auchvom heiligen Wandel der Gläubigen abhängig ist, und nur höchst selten nachGottes gütigen Absichten ohne solchen eine Wirkung erfolgt. Ganz irrig ist aber dieMeinung, daß man doch selig sterben könne, ohne heilig gelebt zu haben, und fürihre Wirksamkeit empfänglich gewesen zu seyn.

Dieser Irrthum beruht auf der irrigen Meinung von der Selig- und Heilig-sprechung der Kirche uud der in der Kindheit empfangenen Taufe. Man meint, dieKirche spreche nur solche Christen heilig, die ihrer außerordentlichen hcldenmüthigcnTugenden wegen eine höhere Glorie im Himmel genießen, daher auch mehr vermißgende Fürbitter bei Gott seyen. Man bedenkt nicht, daß man ohne außerordentlicheOffenbaruug uicht wissen könne, wie hoch ein Heiliger im Himmel erhöht wurde;daher die Kirche, wenn sie den Lebenswandel der Selig- oder Heiligzusprechendensorgfältig geprüft hat, nur erklärt, daß sie ohne schwere Sünde, durch gelreue Er-füllung der durch die Taufe übernommenen Pflichten, gestorben sind, und daher zurNachahmung empfohlen und um Fürbitte angerufen werden dürfen. In das Himmel-reich können nur die eingehen, welche ohne schwere Sünde von Kindheit an odernach bußfertiger Rückkehr zu Gott gelebt haben; denn Jesus sagt ausdrücklich:NichtJeder, der zu mir Herr, Herr! sagt, wird in den Himmel eingehen,sondern wer den Willen meines Vaters thut" (Matth . 7, 2l.). WaSder Wille Gottes ist, lehrt der Apostel Paulus mit diesen Worten:Das ist derWille Gottes, daß ihr heilig lebet," d. h. ohne schwere Sünde, weil keinMensch ohne geringe Sünden leben kann (I. Thess. 4, 3.).Denn nicht dieF>orer des Gesetzes sind gerecht bei Gott, sondern die Befolge? deSGesetzes werden gerechtfertigt werden" (Röm. 2, l3.). So glaubte manallgemein in den ersten christlichen Jahrhunderten; daher schrieb der heilige Märtyrer

in 4 «am «diU si-i» ,n>ll»«t ii/ssiN s-lchm'iiWn,4»»66n;k,!iT mtnnkizH «os '.«H»,

') Aus der eben (bei Manz in RegenSbuig) erschienenen sehr empfehlenSwcrthcn Schrift:Nvthwendigcr Unterricht für jeden Christen über die Wirkungen des gläubigen Gebrauchs des Na-mens Jesu, des Krcu^elchcn«, des geweihten Wasscrs und anderer geweihter Dinge, und «her den>5r»rci>?mus, Nach (5. Meunc von Psanviear S, Buchfclncr."