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schon verkündet wird, dem allgemeinen Gerichtstage lind der Verbrennung der Erdedurch das Feuer, nach HolzhanserS Erklärung der Offenbarung JvhanniS unvdes AbteS Charbonnel, und einer Offenbarung über Frankreich von Orwals(Passau , Ambrosische Buchhandlung 18-18), schon sehr nahe sind! Nach dieser Offen-barung, die seit mehr als fünfzig Jahren in Erfüllung ging, werden bis 1857 oder1858 furchtbare Kriege und ein Zustand großer Verwirrung entstehen, zuletzt dicStadt Paris durch Feuer ganz zerstört werden. Unter dem Herzoge von Bordeaux als König von Frankreich wird dann 13'/z Jahr Friede herrsche», England und dreiFürsten und Könige werden zur katholischen Kirche zurückkehren, di/ herrlich zurStärkung auf die hierauf wiederkommenden letzten LeidenStage blühen wird. Um dasJahr 1885 werden der Antichrist, Enoch und Elias erscheinen und hierauf wirddas Weltende erfolgen. ^)
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(Fortsetzung.)
Von dem innigen und segensreichen Verhältniß zwischen einem ganzen Kirch-spiel und seinem treuen Seelsorger kann man sich in Metz ein schönes Vorbild ver-schaffen, wenn man an einem Sonntag Abend die Liebfrauenkirche besucht, wo dieAndacht der Erzbruderschaft deö unbefleckten Herzens Maria gehalten wird. DerHerr Pfarrer von ^vti-v vaino begibt sich schon mehre Stunden vorher in die großeSacristei und empfängt da die Anmeldungen und Bitten um daö Gebet für Krankeund besonders für die Bekehrung von bestimmten, doch nicht mit Namen zu bezeich-nenden Sündern und Ungläubigen. Es ist rührend, diese Bitten so kindlich unv volllebendiger Hoffnung vortragen zu hören: „Herr Pfarrer, mein kleiner Bruder fängtan ein schlechtes Subject zu werden; die Mutter läßt Sie sehr schön bitten, heut'Abend für ihn zu beten, es wird ihm gewiß noch zu helfen seyn." Eben so kommenDanksagungen für erbetene und wirklich eingetretene Gnaden und die lange Liste wirddann Abends in der erleuchteten, geräumigen und Kopf an Kopf angefüllten Kirchezwischen der Predigt und dem Segen von der Kanzel herab bei lautloser Stille ver-lesen und den Gläubigen an's Herz gelegt. In jedem Kirchspiel sind die Stundenbekannt, an denen der Pfarrer zu Hause bereit ist, seinen Pfarrkindern mit Rathnnd That zu helfen. Und dennoch bleibt in dem Kreise der Bedürfnisse deö Volksmanche Lücke übrig, welche die Kirchspielsgcistlichkeit nicht ausfüllen kann, sondernandern Händen überlassen muß. In demselben Maaße als die Gefahren der Ver-wilderung geringer Classen der Gesellschaft zunehmen, werden auch neue starke Gegen-mittel erfordert und von der göttlichen Barmherzigkeit auf unerwartete Weise gewährt.Seit die Julirevolution das unbeabsichtigte Verdienst sich erworben, der Kirche dievon der Restauration versuchte Selbst-Entreprise zu entziehen, haben allmälig dicMönchsorden, besonders die Gesellschaft Jesu , angefangen, ganz von selbst wieder imVolke Wurzeln zu schlagen. Man möge ja nicht glauben, daß die letzteren ihre jetzigefreiere Stellung der Freundschaft der Machthaber, oder der Gerechtigkeit und Groß-muth der Demokraten zu verdanken haben; nein, davon möge man sich auch inDeutschland durchdringcn, — die heute erstehenden alten und nenen Orden verdankn,ihre Freiheit allein ihrer wirklichen Macht, dem Segen der schwererkämpftcn Achtungbei der guten einen Hälfte des Volkes, das am Ende in solchen GvttcSmänncrn,welche von ihrem schweren Beruf so gar keinen weltlichen Lohn haben, uneigennützigeFreunde und treue Theilnehmcr an Armuth und Leiden erkennt. In Metz konnten dieJesuiten in den Februartagen 1848 unangefochten mitten unter dem Volke ihrer Wegegehen. Die wenigen AusHetzer sollen sich höchlich verwundert haben, als daö sonst
') Wir haben wohl nicht zu erinnern, daß derartigen Prophezeiungen keine kirchliche Autoritätzur Seite steht. A. d. R.