Ausgabe 
11 (10.8.1851) 32
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256
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Armenverwaltung, Herr Geheimrath BerghauS, waren von Anfang bis zum Endezugegen. Das Präsidium führte Baron Devivere, den Ehrcnvorsih, da der HerrCardinal abwesend, der hvchwürdigste Herr Wcihbischos. Die mannigfachen, ausverschiedenen Landestheilen eingehenden Berichterstattungen über die gesegnete, oftwunderbare Wirksamkeit dieses schönen Vereines und die Anwesenheit mehrerer mitdem Geiste und Zwecke des Vereines in engerm Zusammenhange stehende Ordens-priester machten diese Versammlung zu einer eben so interessanten als anferbauenden.Pater Jgnatius (Spencer) brachte aus Altengland seinen frommen Brmergrußund flehte in rührender Ansprache (er spricht schon recht verständlich die deuischeSprache) nm Gebete für sein Vaterland. Der Superior der erst seit einigen Mona-ten hier eingezogenen MissionSpriester (Lazaristen ) Herr Hire hielt zum Schlüsse,im Namen seines Ordens der Söhne deS heiligen Vincenz über die Werkihä-tigkeit deS Glaubens in ächter Christenliebe eine ergreifende Rede. Die Versamm-lung schloß wie sie auch begonnen mit Gebet. Keine der frühern Generalversamm-lungen deS hiesigen Provinzialrathes war so zahlreich gewesen, keine so interessantund wichtig durch ihre Resultate: der Geist deS großen Heiligen waltete sichlbar in«mitten der Brüder und gibt die zuversichtliche Hoffnung, daß die junge Pflanze, keinerotisches, sondern ein heimatliches Gewächs, zum kräftigen Baume auf Deutschlands Boden heranwachsen werde. (M. I.)

Köln . Für den Dombau ist bekanntlich eine Bruderschaft zusammengetreten,deren Statuten wir hier mittheilen: 8. 1. Unter dem Titel: St. Peters-Bruderschastwird eine Bruderschaft von Priestern errichtet, welche für den Foribau des hochbe--rühmten Kölner Domes fromme Gaben beizuschaffen bezweckt. Z. 2. Die einzelnenMitglieder dieser Bruderschaft übernehmen folgende Verpflichtungen: 1. Daß sie dasgottgefällige Werk des DombaueS mit frommem Gebete unterstützen. Deßhalb werdensie an jedem Sonn- und Feiertage die unten angegebenen Gebete verrichten. 2. Daßsie außer derjenigen Gabe, welche sie aus eigenen Mitteln opfern, jährlich wenigstens3 Thaler unter den Gläubigen einsammeln, indem sie jede Gelegenheit wahrnehmen,wo sie dieses sromme Werk der christlichen Freigebigkeit am besten zu empfehlen imStande sind. 3. Daß sie, wenn sie ein Testament machen, in demselben eine belie-bige Gabe zur Vermehrung des DombaueS vermachen. 4. Daß sie jährlich einmaldas heilige Meßopfer verrichten für das Wohl der Bruderschafts-Mitglieder undaller Wohlthäter des frommen Unternehmens. §. 3. Zur möglichst leichten Organi-sation ist die Bruderschaft so eingerichtet, daß je zehn benachbarte Mitglieder einenunter sich haben, der als Vorsteher das von den Einzelnen aufgebrachte Gelo empfängtund jährlich zur rechten Zeit mit einer Nachweiseliste nach Köln in die Kasse derBruderschaft schickt. Wenn diese Zehnzahl auf irgend eine Weise abnimmt, so hatdieser Vorsteher so bald wie möglich für ihre Wiederergänzung sich Mühe zu geben.Dieses Zusammentreten der zehn, so wie die Bestimmung ihres Vorstehers ist derfreien Einigung der Bruderschafts-Mitglieder überlassen. Wenn eS aber in irgendeiner Gegend Schwierigkeiten fände, so wird die geistliche Behörde dafür Sorgetreffen. §. 4. Der hochwürdigste Herr Erzbischof von Köln ernennt aus der Zahlderjenigen Mitglieder, welche in Köln wohnen, drei Verwalter, welche der gesamm-ten Bruderschaft vorstehen. §. 5. Das aufgebrachte Geld wird an die Erzbischöf-liche Kasse übergeben und jährlich muß in der Octave von Pein Pauli darüberRechnung gelegt werden.

Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen.

VerlagS-Jnhabcr: F. C. Krem er.