Ausgabe 
11 (14.9.1851) 37
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seiner Wesenheit hat. Und deßhalb heißt es von der eingefleischten Weisheit, daßsie alle Fülle in sich habe, nämlich im Geiste die Erkenntniß, im Worte dieBekehrung, im Leiden die Belebung.

Das Geheimniß der Menschwerdung Christi enthält in sich drei Dinge zurBetrachtung, nämlich die Gestalt der Niedrigkeit, den Beweis der Liebe,daS Geheimniß der Erlösung. Die Gestalt der Erniedrigung zeigt uns daSWeinen des Kindleins, der Ort der Herberge, das Liegen in der Krippe, die Ein-wickelung in Windeln: den Beweis der Liebe gibt sein gütiger Tod. Eine größereLiebe als diese hat Niemand, daß er nämlich sein Leben für seineFeinde hingibt. Das Geheimniß der Erlösung beurkundet eine dreifache Machtder Gottheit, nämlich daß sie aus Nichts etwas machte, das Veralteteerneuerte und daS Zeitliche verewigte. ^ ^ »5?ni!i!---!^WM isT

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lasset unS Gutes thun Allen, besonders da der Herr deutlich voraussagt:Es kömmt die Nacht, da Niemand wirken kann." WaS träumst du voneiner Verzeihung, die dir in Mitte ewiger Flammen zu Theil werden würde, da dieZeit des Erbarmens vorüber ist? Es bleibt kein Opfer für die Sünden dir übrig,der du in Sünden gestorben bist. Der Sohn Gottes wird nicht noch einmal gekreu-ziget, er ist Einmal gestorben, und stirbt nicht wieder. Es steigt nicht zur Höllehinab daö Blut, daS auf Erden vergossen. ES trinken davon alle Sünderder Erde. Die Teufel können sich nichts davon anmassen, um ihre Feuerherde ab-zukühlen, noch auch die Menschen in Gesellschaft der Teufel. Einmal ist dort hinab-gestiegen nicht das Blut, sondern die Seele, und das war der Antheil Jener, dieim Kerker waren, nämlich jener einzige Besuch, welcher damals durch die Gegenwartder Seele geschah, als der Leib leblos auf Erden war. Das Blut hat die trockeneErde begossen, daS Blut ist auf die Erde geflossen und hat sie berauscht. DaS Bluthat das, waS auf Erden und im Himmel ist, gereiniget. Nicht aber JeneS, waSin der Hölle ist, außer daß (wie ich gesagt habe) seine Seele Einmal dorthin kamnnd theilweise Erlösung brachte, damit nicht einmal jenem Augenblicke die Werke derLiebe mangelten, aber weiter wird er nichts mehr thun. Jetzt also ist die gnalxn-reiche Zeit, die zum Suchen gelegene Zeit, in der vollständig findet, wer sucht,wenn er nur auch da sucht, wo er suchen soll.

Niemand von euch schätze die Zeit geringe, die in müßigen Gesprächen hinge-bracht wird: denn jetzt ist die gnadenreiche Zeit, jetzt ist der Tag deSHeiles! DaS Wort fliegt unwiderruflich, die Zeit fliegt unwiederkommlich, und dochbemerkt eS der Thor nicht, waS er verliere.

Nichts ist kostbarer, als die Zeit, aber ach, nichts wird heutigen TageS gerin-ger geachtet, als die Zeit. ES vergehen die Tage deS Heiles, und Niemand denktdaran: Niemand klagt sich an, daß er viele Zeitaugenblicke zu Grunde gerichtethabe, die nie wiederkehren.

Halte jede Zeit für verloren, in der du nicht an Gott denkst. Alle Dinge sindeines Andern, nur allein die Zeit ist unser.

Wer für sich beten will, muß Ort und Zeit beachten. Die Zeit der Ruhevon den Tagsgeschäften ist bequemer und passender, am meisten aber kommt d«-»

Gebet freier und reiner auS der Seele, wenn der tiefe nächtlicb? ^^.x»» ^ «>. . ^ >. ^ - ^u^ias Vtllle vcr«

kündet; und es steigt aus d-r NaA ^5 empor, dessen Zeuge nur Gott istund der Engel, der eS aufnimmt, um eS auf den Hochaltar des Himmels zu legenIch sage nicht, waS ich thue, sondern waS ich wollte, das ich thäte, und was michreut, daß ich nicht gethan habe. > , ^

' 235. Zeitlich 5 """«"w»? 6nuZeitliches gibt uns der himmlische Vater mit größter Güte auö doppelter Ursache-