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Nach der Ansicht dieser Commission soll Gmünd im Verlaufe der nächsten sechs Jahremit barmherzigen Schwestern aus dem Mutlerhause zu Straßburg versehen werden,also ein Filial dieses Mutterhauses seyn. In dieser Zeit sollen aber aus unsererDiöcese so viele Schwestern in Slraßburq herangebildet werden, daß mit denselbennach Umfluß jener sechs Jahre das Mutterhaus Gmünd wirklich eröffnet und daSBedürfniß größerer Gemeinden der Diöcese befriedigt werden kann. Bis jetzt sollensich bereits 13 Jungfrauen angemeldet haben, die in den Orden einzutreten willenssind. Da nun, um daS Mutterhaus eröffnen zu können, bloß neun Schwestern noth-wendig sind: eine OrdenSoberin, eine Novizenmeisterin, zwei Assistenzschwestern undfünf für den unmittelbaren Dienst in den Spitälern GmündS, und da die in Berech-nung genommenen Mittel, welche bestehen in dem statutenmäßigen Beibringen derSchwestern, in theils schon gemachten, theils zugesicherten Stiftungen und in kirch-lichen Collecten, für den Anfang als zureichend erscheinen, so können wir mit Be-stimmtheit annehmen, daß wir in Bälde ein Filial und seiner Zeit ein Mutterhausdes Ordens der barmherzigen Schwestern hier haben werden.
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Puseyitische Nonnen.
Die englischen Puseyiten hegen bekanntlich eine große Vorliebe für den OrdenS-stand, und haben in England bereits mehrere Frauenklöster gestiftet. Mehrere der-selben sind jedoch zu der Einsicht gelangt, daß der Protestantismus nicht der rechteBoden für Klöster ist. Am meisten Aufsehen erregt ein unter der Leitung einer MißSelon stehendes Institut: englische Blätter scandalisiren sich gewaltig über Enthül-lungen, welche eine ausgetretene Nonne darüber veröffentlicht hat. Wenn diese Mit-theilungen getreu sind, so sind die Regeln katholischer Orden ziemlich getreu copirt,aber auch, wie daS bei Allem, was die Secten der Kirche nachmachen, der Fall zuseyn pflegt, verzerrt und carrikirt. Da finden sich die Gelübde deS Gehorsams, derArmuth und Keuschheit, Namen wie „Orden vom heiligen Geiste" oder „vom heiligenHerzen", „OrdenS-Capitel", Prim, Terz, Sert, Non u. s. w., sogar bei EinzelnenVerehrung der heiligen Jungfrau und Rosenkranz, und endlich gar Beicht, aber bei— „der Mutter", Miß Selon, die unter anderm einmal zur Buße aufgegeben habensoll, mit der Zunge daS Kreuzzeichen auf dem Fußboden deö Oratoriums zu machen.
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Der heilige Vater hat bekanntlich in der sehr ausgedehnten KirchenprovinzKonstantinopcl unlängst fünf neue BiSthümer nach armenischem Ritus errichtet.Briefe im „Osservatore Romano" vom 25. Februar bezeugen, daß diese Maaßregelfür die Verbreitung deS Glaubens bereits günstige Erfolge hervorgebracht hat. InGol Karasy, Diöcese von Bursa, sind 2l)0 schismatische Familien in den Schooß derkatholischen Kirche zurückgekehrt. In der Diöcese Murat werden mehrere Familienzu demselben Schritte vorbereitet.
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Nötige«'
Die Sammlung für das GörreSdenkmal im Dom zu Köln beträgt nach demAusweis der histor. polit. Blätter bereits 2940 fl. 20 kr., wozu die Diöcese BreSlau über 6l)O fl. beigetragen hat.
Der Verein der hl. Kindheit verbreitet sich sehr rasch. Von Frankreich erstreckter sich jetzt über die englischen Inseln, Belgien, Holland, Rheinprovinz, Westfalen,Bayern, Polen, Italien, Schweiz, Spanien, Amerika u. f. w. Vor Kurzem hat ersich nach Oesterreich verbreitet.
Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen. VerlagS-Jnhaber: F. E. Kremer.