Ausgabe 
12 (27.6.1852) 26
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202
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Bemühungen der Bischöfe für die kirchlichen Bedürfnisse der Gläubigen und die Be-gründung von katholischen NnterrichtSanstalten mit Hmweisung auf die Bestrebungender irischen Bischöfe zur Gründung einer katholischen Universität, Theilnahme an demLyoner MissionSverein und Gehorsam gegen die wellliche Obrigkeit.

Die Beschlüsse deS Concils werden erst veröffentlicht, nachdem sie vom heiligenStuhle bestätigt sind. Es heißt, daS Concil habe die Errichtung von eilf neuenBiSlhümern beantragt: Newark und Brooklyn sollen als eigene BiSthümer von derjetzigen Erzdiöcese New Uork abgetrennt, und ferner zu Burlington im Staate Ver-mont, zu Portland in Maine, zu Erie in Pennsxlvanien, zu Wilmington in Nord-Carolina und zu Quincy in Illinois neue BiSthümer errichtet werden; auch Kalifor-nien und Neu-Merico oder TeraS sollen neue BiSthümer erhalten und zwei apostolischeVicare für Florida und das indianische Territorium ernannt werben.

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Der Freimaurer- Orden in seiner wahren Bedeutung.

(Fortsetzung.)

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Ich habe aus EckertS Schrift einige Bruchstücke zur Charakteristik der religiösenTendenz der Freimaurerei auSgehoben und glaube durch die Selbstbekenntnisse derMaurer genugsam erwiesen zu haben, daß ihre Tendenz dem positiven. Christenthumdurchaus feindlich und im Grunde auf nichts anderes hinauslaufe, als einen schalenDeismus und eine daS sogenannte Menschenthum bezweckende Moral zu verallgemei-nern. Diese Tendenz wurde als daseyend bestätigt durch die Zulassung des Reform-JudenthumS in den Orden, so wie durch die Thatsache, daß alle bekannten Maurerzu den lauen Brüdern in der Kirche gehören. Wenn ich aber diese religiöse Ver-flachung als Ordenszweck dargethan, so kann doch auch nicht geläugnel werden, daßder Orden zu verschiedenen Zeiten Menschen zur Folie gedient hat, welche als dieerklärtesten Feinde nicht bloß der Kirche, sondern des Christenthums überhaupt, aufseinen Ruin hinarbeiteten. In der durch einen Bruder ausgearbeiteten Constit li-tt on der Großloge deS JohanniS-Ordens zu London vom Jahre 1722 wird schonfestgesetzt:Die Maurerei ist ein MenschheitSbund zur Veredlung der Menschheit,um durch Ablegung schädlicher und thörichter Vorurtheile, durch Verbreitung toleran-ter Gesinnungen und humaner Grundsätze eine stufenweise sittliche VervollkommnungVermenschlichen Gesellschaft zu bewirken, an welchem Ordens st reden der Judeund Türke eben so viel Antheil nehmen kann, als bisher ausschließ-lich nur den evangelischen Christen vergönnt gewesen" (ck. Eckert,psZ. 63 und 64). Wenn auch eine Zeit lang die mehr aristokratisch gesinnten Logengegen dieses Statut ankämpften, so wurde eS dennoch aufrecht erhalten und eS kannkeinem entgehen, daß Juden und Türken zu den erklärten Feinden der christlichenReligion gehören. Diese Richtung verbreitete sich denn auch mit rapider Schnelligkeitnicht bloß in den englischen, sondern auch in den französischen Logen. Es genügt,wenn ich erwähne, daß die frechsten Verschwörer gegen das Christenthum, die Rot-tenführer der Encyklopävistenbande, als da waren Alembert, Condorcet, Diderot, Harpe, mit ihrem Anhang sich auf den Rath Voltaire'S im Jahre 1763 in den Frei-maurer- Orden aufnehmen ließen; sie vereinigten sich mit der Loge vom Großorientund an die Spitze im Orden traten, außer dem als Chef erwählten, in der Revo-lution so entsetzlich gebrandmarkten Herzog Philipp von Orleans, Condorcet, Mirabeau, Brissot, SieyeS u. s. w. Diese Namen reichen hin, um darzuthun, wiein Frankreich in dem berüchtigten 13ten Jahrhundert die Logen der Sammelplatz fürdie frechsten Rebellen gegen Kirche und Christenthum waren, von wo aus der Krieggegen die christliche Ordnung in ganz Europa organism wurde. Denn diese franzö-

') Schles. Kkchenbl.