Ausgabe 
13 (9.1.1853) 2
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Christliche Lesefrüchte und Betrachtungen eines Laien.

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Die Zurückgezogcnheit und Unsichtbarkeit Gottes vor unserm geistigen Augeund Erkennen ist für uns eine reiche Quelle der Heiligung und der Tugenden, dienicht ohne Kampf erlangt werden können («denn daö Himmelreich leidet Gewalt");eS ist nicht schwer, sein Leid zu tragen, wenn man die leitende Hand GotleS gleich-sam über sich erblickt, aber eS ist schwer und verdienstlich, wenn man, beraubt dieseshoffnungsreichen und stärkenden Trostes, den Dornenweg durch Finsternisse in Geduldund Demuth wandelt; so ist eS auch nicht schwer, von Stufe zu Stufe der Voll-kommenheit zu gelangen, wenn man daS Antlitz GotteS über sich leuchten sieht undsich von dem Wehen Seines heiligen Geistes umrauschl fühlt; da hat man Riesen-kräfte, da hat man eine himmlische Heiterkeit und Stärke und fliegt gleichsam demZiele entgegen; schwerer und verdienstlicher aber ist eS, wenn man ven Weg zurVollkommenheit im Zustand der Einsamkeil der Seele, beraubt der Süßigkeit desgöttlichen GiiadcntrosteS, in Geduld und Ausdauer wandelt und oft keinen andernGefährte» mehr auf diesem rauhen Wege hat, als das Wissen, daß Gott eS sowill und als die demüthige Ergebung in diesen heiligen Willen.6iN7B<n li<Z ,kistliüg knSt-v'jsd naissM HHb!!i>!l 7)1 7KM iMuuiH. 7i(Z? .70« g07p.

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Ein Mensch, in dem daö innere Leben der Gnade gegründet ist uuv der weiß,wie süß der Herr ist", kömntt mir den Weltkindern gegenüber vor, wie ein Slum-mer; er hat ihnen gegenüber keine Sprache, um auszudrücken, waS in ihm lebt;ja er kann es ihnen nicht einmal durch Zeiche» verständlich machen, denn sie sindblind dafür. So muß er seiue Seligkeit allein in sich tragen, wie sehreS ihn auch drängt, sie aller Welt zu verkündigen und begreiflich zu machen.

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Warum betrachten wir Sonne, Mond und Sterne so stumpf und mit so wenigheiliger Ehrfurcht? Und sie gehören doch mit zu den allerältesten Urkunden deSWerkes der Schöpfung! Oder glaubt Ihr, die Sonne, der Mond, die Sterne,welche Ihr jetzt am Himmel seht, seyen andere, als jene, so dort z» schauen warengleich nach Erschaffung der Welt? Adam und Eoa und nach ihnen alle Menschen,Heilige und Sünder, haben sie geschaut herab bis auf unsere Tage; betrachtet siealso mit großer Ehrfurcht und Erbauung!

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7,^ vnvO 7Z?? .lv-!'^uu> iiciWmii'^ui'ft^ ^ni!> mu i^lk-»iS- U77'»K N,tisii57ü«ft'itlDie Katholiken in Holland .

Wie sehr die Katholiken in Holland bei öffentlichen Aemtern gegen die Prote-stanten zurückgesetzt werde», beweisen folgende statistische Notizen. Die Zahl der Ka-tholiken in den Niederlanden verhält sich zur Gesammtbevölkernng wie 2 zn 5. ImStaatörath und bei der Volksvertretung zählen die Katholiken aber 27 auf 176 Mit-glieder, also im Verhältniß wie 2 zu 11. In den verschiedenen Ministerien kommenauf 173 Beamte bloß 41 Katholiken, am höchsten Gerichtshof und in ander» StaatS-collegien auf 93 Mitglieder 8 Katholiken, bei gelehrten Korporationen auf 161 Ti>tulare 8 Katholiken, in der Armee auf 605 Officiere 28 Katholiken u. s. w.; über-haupt auf 1818 königl. Beamte vlvß 132 Katholiken, also ein Verhältniß von 2 zu25, anstatt 10 zu 25. Ein ähnliches Verhältniß findet in den Provinzen statt.Aerger aber noch als im Mutterlande ist es in ven holländischen Kolonien. Beieinem so unverhältnißmäßigen Uebergewicht protestantischer Beamten, und bei demBestände mehrerer protestantischer Gesellschaften, deren Bestrebungen insgesammt gegendie kathol. Kirche gerichtet sind, ist eS wohl leicht erklärbar, daß den Katholiken ihrewohlbegründeten Rechte immer vorenthalten bleiben.

Verantwortlicher Redacteur: L. Schönchen,

Verlaqs-Juhaber: F. E. Aremer.