Ausgabe 
13 (30.1.1853) 5
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bis eS ganz durchsäuert ist." Diese drei Theile sind füglich der Mann, die Kinder unddas Gesinde, und in jecem Einzelnen: der Wille, die Vernunft und daS Gemüth.

Möge auch Niemand sagen, daß wir der blvßen Form das Wort geredet haben,und nicht sich berufen auf die Ausrede: An Formen hängt nickt immer das Wesen.DiS Letztere kann ohne die Erscheinung auch nicht seyn. Die Seele hat ihren Leib,und der katholische Geist hat den katholischen HauSbrauch zu seinem Körper; an die-sem haftet er, wie die Gnade an der Materie des SacramenteS. Darum, eS lebeder katholische HauSbrauch! - - Gelobt sey JesuS Christus!

Christliche Lesefrüchte und Betrachtungen eines Laien.

(Fortsetzung.)27.

Die Vergänglichkeit und wahrhaftig spurlos vorübergehende Nichtigkeit der welt-lichen Gaben und Freuden (so daß unS oft nicht einmal für die Erin neru n g darannoch Kraft und Sinn verbleibt) wird von zweierlei Menschen am tiefsten und schmerz-lichsten empfunden, von den geistigen und von den rein weltlichen; die Geistigengelangen dahin, geführt vom Geist GotteS und auf ihrem Dornenpfad zum Zielder Heiligung; Gott will sie durch die Empfindung dieses Gegensatzes so recht lüstern,so recht sehnsüchtig machen nach Seinem Reich; die rein Weltlichen aber empfin-den diesen Gegensatz ohne jenen göttlichen Zug und Trost; auf ihrem Rosen Pfadzeigt ihnen die betrügerische Welt daS hohle, grinsende Bild ihrer völligen Nichtig-keit; sie fühlen sie und verachten sie, und doch haben die Armen dafür keinen Ersatzin Aussicht; sie sehen Gott weder in sich noch außer sich; und so führt sie der Ekelam Weltliche» nicht zum Trost, nicht zum Göttliche», souderu zu», Weltschmerz,zur Trostlosigkeit ohne Aussicht auf Erlösung hinaus; der Weltschmerz führt ineine Wüste, der Gotteöschmerz der innigen, geprüften Seelen führt in einParadieS; von beiderlei Art der Trostlosen kann man mit Thomas von Kempiö(B. III., Kap. 51, I) sagen:So lange du deinen sterblichen Leib herumträgst,fühlest du Uebcrdruß und Beklemmung deS HcrzenS." Aber welcher Unterschied desWegeS und Zieles bei Beiden!

38. ''-:?l.7n7^jj!-m^,^I<.j!^E, ',Wl'

Wenn ich Dich, o Herr! anflehe, Dich meiner zu erbarmen, der ich doch keineErbarmung verdiene, so willst Du, indem Du mir willfahrest, doch nur Deine eigeneVerherrlichung. Du bedarfst aber keines Zuwachses der Glorie und Verherrlichung,und indem Du Dich gleichwohl In mir, eine^m elenden und unwürdigen Geschöpfe,verherrlichest, thust Du eS, damit meine arme Seele erbaut und errettet werde,oder daß sich die Seelen Anderer an mir oder durch mich erbauen und heiligen.M ---»MM S^z j^nUiiA ,'.Ivi,H'»i5 iM, -HNmiMsM ?^ i-sZ -iZ chllZH- H! M

Wenn Derjenige der Unglücklichste ist, der den größten Verlust erlitt, so istgewiß Maria, die ihren allerheiligsten, allerliebsten Sohn verlor, die Unglücklichstegewesen. Und wenn Derjenige der Edelste ist, der für Jenen, welcher ihm seinTheuerstes entriß, noch eifrig und unablässig fürbittet, so ist gewiß Maria, dieunablässig für u»S fürbittet, die Edelste aller Erschaffenen, daS Abbild der unbegreif-liche« Liebe des VaterS, der uns, Seinen schwersten Beleidigern, den eingebornenSohn hingab, deS Sohnes, der für unS litt und starb und ungeachtet unserer fort-währenden und schweren Versündigungen in unbegreiflicher Barmherzigkeit stetShi»für unS Sich dem Vater aufopfert und für unS elende Sünder fürbittet.

mun» iji chinkwwi'K' tzv<Tn ''->W n-? ni n,c.innsöS. »örkluK 5nSM -ÄZi i ,-!,

Berautwortli'cher Redacteur: L. Schöncheu, Verlags-Juhaber: F. Krem er.