Dreizehnter Jahrgang.
Sonntags-Beiblatt
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Augsbnrger Postzettung.
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Diese« Blatt erscheint regelmäHia alle Sonntage. Der halbjährige Ab>?nucmcnt«prc><^Iv kr., wofür e« durch alle köm'gl. bayer, Postämter und alle Buchhandlungen bezogen werden kaun
Die Religion muß der industriellen Thätigkeit die rechte Richtung
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Hirteirbrief des Cardinal-ErzbischofS von Lyon
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^ Also, geliebteste Brüder, Wir wiederholen eS Euch mit der innigen Ueberzeu-gung, daß Wir für Eure Sache sprechen und daß Wir Euer Interesse vertheidigen;die Erfolge, die Ihr mit Euern Handelsoperationen erstrebt, dieses Zutrauen, welchesIhr Euern Erzeugnissen sichern wollet, alle jene Vortheile EureS achtbaren Gewerbes,Ihr werdet sie nur dann erreichen, wenn die Hand Gottes mit Euch das GebäudeEures Glückes aufführt sksiyq» ,
Um der Ruhe der Gesellschaft und um deS glücklichen Fortganges Eurer Ge-schäfte willen darf die Industrie nicht atheistischer seyn als das Gesetz. Lasset EuernArbeitern Zeit, Christen zu seyn und untersaget ihnen nicht mit kleinlicher Sparsamkeitdie Augenblicke, welche ihr Seelenheil und der Rnf ihreS Gewissens verlangen. Wollensie hingehen, ihren Glauben am Fuße der Kanzel zu starken oder neuen Eiser für dieArbeit zu schöpfen am Tische des Herrn , der selbst Beschwerde nnd Mühseligkeit kannte,so versperret ihnen nicht den Weg durch eine Arbeit, die keinen Aufschub erleidet.Haltet sie nicht aus, dem Priester das Gcständniß der Ungerechtigkeiten abzulegen,welche sie zu Euerm Nachtheile begangen haben, auf daß sie lernen, selbe wieder gutzu machen. Wird sodann die Religion die Triebfeder der Handlungen, und übt sieüber die Willenskraft jenen Einflnß, der ihr gebührt, so werdet Ihr in gewissenhaftererBenützung der Zeit und sorgfältigerer Arbeit reichlichen Ersatz finden für die freienStunden, die Ihr den Arbeitern zur Beobachtung der Kirchengcbole und zur Erfüllungdeö Ziels, für daö sie auf diese Erde gesandt wurden, gewährt habt. Und überdicß,gelicbteste Brüder, könnet Ihr vergessen, daß diejenigen, welche Ihr in Eure Werk-stätten nehmet, um an Euern Glücksplanen mitzuwirken, vernünftige Wesen sind, unddaß diese Arme, die Euern Reichthum erzeugen, von einem nach dem Bilde Gottesgeschaffenen Geiste bewegt werden. Wohlan, ist eS Euch erlaubt, diese edeln Geschöpfegleich zu behandeln mit dem Rade, das sie in Bewegung setzen und keinen Unterschiedzwischen einer leblosen Maschine und dem Menschen zu machen; zwischen dem Dampft,welcher den Hebel schwingt, und der Seele, welche die Hand bewegt; zwischen demFeuer, das die Metalle schmilzt, und der himmlischen Flamme, die unsere Körperbeseelt! Ist der Handwerker für Euch Christen nur das, was der Sclave für dasHeidenthum war, ein Ding und keine Person: 8ervus uon est persoris, sed ros?Die Materie hat ohne Zweifel weder Ruhe, noch Tempel, noch Gottesdienst, noch
1 Psalm LXXVl.