Ausgabe 
13 (10.7.1853) 28
Seite
218
URN (Seite)
  
 
Einzelbild herunterladen

218

» ^ » «M^^i».

Gebet, noch erleuchtende und heiligende Worte nöthig. Doch der Mensch, der denkt,liebt, hofft und leidet, kann nicht zur Entbehrung dieser Güter verdammt seyn. Indemer einen Theil seiner Freiheit Euch verpfändete, um Euern Gewinn zu vergrößern, sowar er nicht willens, sich geistiger Verwilderung zu ergeben und in Euern Händenauf seine unsterblichen Hoffnungen zu verzichten; er hat sich nicht darein gefugt, Mangelan Lebenö- und Geistesnahrung zu leiden und sich nur mit einem materiellen Brodezu begnügen.

Ab'rr seufzend klagen Wir eS, daß diese Wahrheiten gerade an jenen Orte»,welche die großen Schwerpuncte unserer Industrie sind, nicht genug verstanden werden.Wohl will man um sich her Ordnung, Rechtschaffenheit, ArbeitSliebe und Ergebenheitherrschen sehen: weil man dabei bethciligt ist. Man will ein sogenannter Konserva-tiver seyn, und man vergißt nur eine Sache, die Hauptbedingung aller Ordnung, allerRedlichkeit, aller Abhängigkeit: die Religion. Man hält es stets für möglich, eineStadt in die Lüste zu bauen, und daß ein lockerer, unaufhörlich von einem wüthendenSturm emporgejagter Sand fest genug sey zum Grundstein deS Gebäudes, daö manaufführen will. Nein, geliebteste Brüder, mit der Gottlosigkeit, welche verthiert, mitder Sittenlosigkeit, welche verdirbt, mit der Verschwendung, welche zu Grunde richtet,trägt man nichts znr Erhaltung deS Bestehenden bei. Was ist Zeitverlust, unvoll-kommene Arbeit, Entwendung von Stoffen für solche Handwerksleute, welche nichtsvom andern Leben wissen, und die von der Vorsehung festgestellte Orvnung in diesemLeben mißkennen? Sie erblicken darin nur einen Ersatz für die Ungerechtigkeit deSZufalls und nur eine billige Entschädigung für die traurige Lage, welche daö blindeSchicksal ihnen in dieser Welt bereitet hat. Wir hätten eine höchst vcklagenswertheGeschichte zu beschreiben, wollten Wir die heillosen Folgen der Irreligiosität in unsernindustriellen Anstalten enthüllen. Die täglichen Fallimente sprechen genügend dafüruud rechtfertigen unsere Klagen und unsern Rath. - Könnten Wir Euch, geliebtesteBrüder, die Wahrheit der Worte des heiligen Apostels Paulus verständlich machen:Die Frömmigkeit ist zu Allein nütze: ihr sind die Güter des gegenwärtigen Lebenö unddie deS zukünftigen verheißen! 5>

Ihr könnet neue VerfahrungSarten erfinden und so Eure Industrie aus die Stufeder Vollkommenheil erheben, der Ihr schou so lange nachstrebt. Ihr könnet die KraftEurer Maschinen vcrvoppeln und wider alle Erwartung deren Gang beschleunigen.Ihr könnet die Natur in Eueru Schmelztiegeln und Glntöfen bezähmen; ihr werdetaber anch Euer Leben verschwenden bei all diesen Versuchen, all diesen Arbeiten, alldiesen Ideen Eures Geistes, ohne daß diese Vervollkommnungen der Materie Eucheine Stunde wahrhaften Glückes verschafften, da alle Eure Geschicklichkeit Euch nichtschützen kann vor täglicher Untreue, nicht vor der Bitterkeit deS Undanks, nicht vorden giftigen Pfeilen deS NeioeS, nicht vor dem Unwillen, Euch durch glücklichere Unter-nehmungen und glänzendere Erfolge übertroffen zu sehen. Jeder arbeitsvolle Tag wirdüber Eurem Haupte Sorgen häufen und die Betrügereien vermehren: (lorporalis oxer-^itati» iui moclilieum utilis est^-V). Doch lasset die Religion in Eure Werkstätten ein-dringen, öffnet ihr den Eingang in Äure Magazine und Hüttenwerke, sie wird dieTreulosigkeit außer Fassung bringen, sie wird mit ihrem Rathe die Trägheit, die Wider-setzlichkeit und den Beirug entfernen. Und eine mächtige Hülfe für Euern Handelgeworden, führt sie Euch das Vertraue » wieder zu, solltet Ihr verlöre« haben undgründet das Ansehen Eurer Häuser auf eine feste, nicht wie einst wankende Basis:t'ivtss omnis utilis est^k). z q>UU »nitdfbW t»1

Mit der Religion werdet Ihr den Reichthum zu genießen wissen, nach demschönen AuSspruche deS heilige» Paulus: 8eio et ukuncisro die schwerste uno

5. ««>! 6>m bm(L m, «ucha»Ä,H

") Tim' IV chon ,!'^. chon DNM ,«<?<» wt! ,wu>« >iE

Idick.

5) Phil. lV. tS. ' m1-.fi? ('