Ausgabe 
(19.6.1894) 49
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wird, daß eine römische Nebenstraße über Althegnenberg ,Hattenhofen, Mammendorf und Bruck in der Richtungder gegenwärtigen Landstraße nach der Jsar bei Vöhringführte. Urkundlich wird Bruck zuerst im Jahre 828 alsein im Schöngeisinger Forste gelegener Ort genannt, derdemnach imHousigau gelegen war, welchem die ganze

Orten unverkennbare Spuren sich finden. Als Herrschaftvon Bruck wird zuerst genannt die adelige FamilievonPrukke", welche muthmaßlich zuletzt in Augsburg Bürger-recht genommen. Wohl durch Erbschaft kam Bruck vondiesem Geschlechte an die von Gegenpiunt, von diesenhinwieder an die von Eise nhofen, welche den größten-

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Nachbarschaft urkundlich angehörte. Ueberhaupt besaß dasAmmerthal schon lange vor der Gründung von Fürsten-feld die Ortschaften, in welchem noch gegenwärtig seineBewohner leben, und es ist seiner ganzen Ausdehnungnach seit uralten Zeiten größtentheils angebaut. An densonnigen Hügeln jenseits der Maisach war sogar der Wein-bau heimisch, wovon trotz Jahrhunderten noch mancher

theils vom Hause Bayern lehenbaren Markt mit allenZugehörungen und Rechten, wahrscheinlich 1342, an dasKloster Fürstenfeld verkauften. Letzteres war bereitsim 13. Jahrhundert gegründet worden. Oben genannteChronik berichtet hierüber:Im Jahre 1258 stiftete HerzogLudwig der Strenge (wie Dr. Schreiber in seinerGeschichte Bayerns vermeldet, zur Sühne für die Hin-