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Antipathie verbirgt, sich schimpft, prügelt duellirt» und ich wette, Ihr werdet Euch herz- ^lich nach „Firniß " und „Falschheit" sehnen

Daß ich die Höflichkeit nicht so weit getrieben haben will, d -ß man wirklich i m-same Menschen mit Rücksicht behandeln soll, versteht sich von selbst; allein so langees nur auf Formen ankommt, rathe ich sogar solchen gegenüber sie nicht provozierend zu ^verweigern. ^

Ich habe meine Erfahrungen zunächst in Süddeutschland gesammelt; sie dürften l

auch anderwärts zutreffen. Es galt mir zunächst, ein Kulturbild der neuesten Zeit zu j

entwerfen und ich glaube, daß sehr Viele es richtig finden werden; ich wollte aber auch l

Winke zu „einem besser» Leben" geben; helfen sie Nichts, nun, so war doch meine Ab- i

ficht gut. — !

Hitnmeloschau inr Monat August.

—X. Venus o im Löwen verschwindet gegen Ende des Monates in den Strahlen ^oer aufgehenden Sonne. ;

Mars F erscheint um Mitternacht in NO., glänzt bei den Hörnern des Stieres !und den Füßen der Zwillinge und hat am 29. seinen höchsten nördlichen Stand. Am s28. befindet er sich 4 ' nördlich vom Mond. !

Jupiter -s erhebt sich gegen 2 Uhr früh über den nordöstlichen Horizont, be- !

findet sich unler Castor und Pollux und steht 5" nördlich vom Mond am 29.

Von seinen Trabanten werden sichtbar verfinstert: der erste am 14. (Eintritt2 Uhr 55 Min. Morgens): der zweite am 3. (Eintritt 4 Uhr Morgens).

Saturn H geht fast gleichzeitig mit Mars in NO. auf und wird am 25. vomMonde bedeckt Abends 7 Uhr. Der Durchmesser der Kugel beträgt 10, die Durchmesser ider Ningaxen 40 und 18 Bogensckunden. s

Am 10. findet ein Sternschuppenfall statt. (Loreuzistrom.) '

M L s e s l l s rr.

(Bier und sein Trinken.) Der Direktor einer Münchener Brauerei sagt: !

„Es ist nicht genug gutes Bier in die Welt zu schicken, man sollte auch jeden Wirth !

und Trinker die Behandlung lehren! Wie wird aber verfahren? Wirthe verstehen >!

nicht einzuschänken und " Trinker verstehen nicht zu trinken! Dem Biere muß seine !

Kohlensäure erhalten werden bis zum Munds des Trinkers. Durch die Kohlensäure f

nur bekommt uns das Vier gut. Wird sie durch verkehrtes Verfahren dem Biere ent- !

zogen, so hat es einen widrigen faden Geschmack und liegt wie Blei im Magen, machtKopflckunerzen und allerlei Uebelbefinden. Durch mehrmaliges Umgießen verflüchtigt sichauch die Kohlensäure, desgleichen auch durch Erwärmung. 1) Bedingung ist: Berührungdes Vieres mit der Lust und Erwärmung zu vermeiden so viel als möglich; 2) Das !

Bierglas muß dicht unter dem Hahne gehalten werden. Verkehrt ist aber: Das Ein- ^

schänken tief unterm Hahne und Auf- und Niederfahren des Glases oder gar Luft ein- )

zuspritzen, wodurch die Kohlensäure geradezu ermordet wird; durch dergleichen Verfahren e

kann Schlimmeres nnd Thörichteres dem Biere nicht angethan werden. Die meisten H

Trinker, die kein Verständniß haben, wollen aber viel Schaum sehen. Wirth und Trinker ^

sagen bei viel Schaum „Das ist a Bierel!" Der Bierverständige sagt aber: „Das ist ;

kein Bier!" s

(Aufmunterung.) „Ihr seid doch wahrhaftig die größten Dummköpfe vomganzen Regiment — und doch, wenn sich Einer unter Euch nur ein bischen gut hielte,so wär's kein Wunder, wenn er's bis zum Sergeanten brächte, wie ich!"

(Starke Familie.) Beamter: Wie stark ist Ihre Familie? — Bauer: Wannwer zammehalte, so verhaue mers ganze Dorf!

Für die Nedaktion verantwortlich Alphons Planer in Augsburg . — Druck und Verlag desLiterarisLen Instituts von Dr. Mar Huttler.