Ausgabe 
28 (19.7.1868) 29
 
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Die Entstehung der Wallfahrtskirche Dreierr-Aehreu

-ei Ammerschwoyer (im Elsaßischen ) hat einer schönen Sage zu Folge die wir unser«Gymnasiasten zur metrischen Bearbeitung empfehlen, nachstehenden Ursprung: Ein frecherGeselle, dem nichts heilig war, hatte sich eines Tages in die Kirche von Nicder-Morschwyrgeschlichen, und daselbst die silberne Monstranz gestohlen. Er floh damit den Berghinauf und warf die heilige Hostie im Vorübergehen in ein nahes Aehrcnfcld. Sie blieban drei dicht nebeneinander stehenden Halmen hangen, und siehe! alsobald flog ein wilderBienenschwarm mit melodischem Summen herbei, und umschwirrte die Halme, als wollteer dieselben schützen und dem Leibe des Herrn Ehre erweisen. Die Leute, welche vorüber-zogen, sahen dem seltsamen Treiben der Bienen zu, und sielen vor der wundervolle»Hostie nieder und priesen die göttliche Macht, welche sich Hiebei offenbarte. Bald wurdeeS nah und fern bekannt. Man baute an der Stätte ein Kloster und eine Wallfahrts-kirche, Dreien-Aehren genannt; und früher, wenn die Landleute in derselbige»Gegend ihr Getreide säen wollten, so versäumten sie nicht, ein wenig Staub aus derKirche unter ihre Aussaat zu mischen, damit sie bester gedeihe.

(Aus einem Postbeamten-Examen.) Waren die Briefe Pauli an dieKorinther franco oder nicht? Sie waren frei und rccommandirt.

Welches ist die älteste Post, von der die Geschichte weiß? Die Hiobspost.Welcher Postillon erhält die besten Trinkgelder? Der Postillon cl'gmour.

Welche Kreuzcouvcrts sind die theuersten? Die, welche die Chirurgen bei Ver-letzung am Kopfe anlegen.

Welche Posten sind der meisten Gefahr ausgesetzt? Die Vorposten.

Welches ist der älteste Brief, den die Geschichte kennt? Der UriaSbrief.

Welche Posten treffen am langsamsten und unsichersten ein? Die ausstehende«Posten.

Welche sieht man nie wieder? Die Verlornen Posten.

(Sprüche.) Wenn Du durch eine volkreiche Stadt gehst, so blicke vorsichtig a«fdie Erde, mein Sohn, damit Du über keinen Photographen stolperst.

Wenn Du einen Tyrannen siehst, so bedaurc ihn und sage mit Shakespeare ,Lrwäre kein Wolf, wenn seine Unterthanen nicht Schafe wären."

Wenn Du ein guter Staatsbürger sein willst, mein Sohn, so bedenke, daß dieschönsten ThatenGeduld" undSchweigen" sind.

Esse mit arroganten Menschen nie aus einer Schüssel, mein Sohn, denn sie nehme»sich zu viel heraus.

Nenne die Damen nie das schwache Geschlecht, denn sie tragen wie Herkules de«Atlas" auf der Schulter.

Wenn Du die Weiber hastest, so denke an Deine Mutter, und Du wirst sie lieben.

Wenn Du unter dem Pantoffel Deines Weibes stehst, so werde Mitglied eine«Gesang-Vereines, und Du wirst zu Hause eine Stimme haben.

Frage: Was für Unterschied ist zwischen dem Oktoberfest und der PariserAusstellung.

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Antwort: 'KiarA usstrr mg rzc> zöairz öunnzstKNU rrjirvA rag «L

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