Ausgabe 
(18.9.1828) 225
 
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Khede überschaut werden kam,, um das imposante Schauspiel zu genießen. Unsere jungenTruppen waren im höchsten Grade enthusiasmier. Der Zuruf der versammelten Menge wurdevon den Musikchören der eingeschifften Regimenter beantwortet.

Paris, den 11. Sept.

Das Journal du Commerce meynt, wenn das Gerücht gegründet sey, daßdiePforte neueTruppen nach Morea senden wolle, so dürfte sie die französische Erpeditio» als einen hinlmg-lichen Grund, um Feindseligkeiten gegen Frankreich zu beginnen, betrachten. Es werde da-her nothwendig seuu, daß die franz. Regierung über diese Expedition sich gegen daöPubli.umund namentlich gegen das handeltreibende, kathegorisch ausspreche. Denn offenbar könnten,die in der Levante residirenden Franzosen in die größte Gefahr gerathen. Wie groß mi»allgemein die Neigung der jungen Leute zum Militärdienste in Frankreich ist, davon giebt ei-nen neuen Beweis das Memorial Bearnais. In Bear» sind nämlich den Militärbehörden meh-rere junge Konscribirte zur Bestrafung übergeben worden , weil sie sich am Körper verstümmelthaben, um dem Militärdienst zu entgehen. Folgender Auszug eines Privakschreibens, dasam Bord des Admiralschiffes der ersten Expedition nach Morea, die Stadt Marseille , undzwar auf offener See am 26. August abgefaßt wurde, ist uns, heißt es in der Gazette deFrance, so eben mitgetheilt worden:Ich benütze die Gelegenheit der Abfahrt der kon. Ga-barre, die Emulation, welche nach Toulon zurückkehrt, um Ihnen einige Nachrichten von unömitzutheilen,sein Sapienza.

fern Bord, niw ^ ^

reas betreibe, und die festen Plätze den Türken übergeben werde. Wir sind Alle mehr oderminder von der Seekrankheit ergriffen rc." Dieses Schreiben ist nämlich am ü. September,nach der Bemerkung unseres Korrespondenten, in-dem Haven von Toulon von der Gabarreüberbracbr worden , auf welcher ohne Zweifel der Oberst Fabvier angekommen ist, wenn ernicht am Bord d.es Admiralschiffs geblieben seyn sollte. Nach dem Datum dieses Schreibensläßt sich annehme», daß die Expedition am 28. August im Angeflehte von Moreas Küstenerschiene» seyn konnte. Paris , den 12. Sept.

Man schreibt uns aus Toulon unterm 6. September die Nachricht, daß die 2 ersten Di-visionen von der französischen Erpeditio» nach Morea sich den 26. August in der Höhe von Malra,»i»d den 2g. in der Nahe von Morea befanden.

Anöden Niederlanden , den d. Sept.

Die Zeitung von Curacao vorn 14. Jun. meldet, daß der General Verveer mit einem dersüdamenkanischen Freystaaten einen Vertrag über das Durchgraben des Isthmus von Panama abgeschlossen habe. In Privatbriefen aus Curacao wird dieser Unternehmung eine große Wichtig-keit beygelegt, und die Ausführung derselben als vom größten Interesse für unsere westindischenBesiNnngcn betrachtet. Curacao , meynt inan in diesen Briefen, würde dann der Mittelpunkt

der Erdkugel werden. Karlsruhe , den 12. Sept.

Se. k. Hoheit der Großherzog, Hdchstwelcher in Begleitung der Herren Markgrafen Leo-pold, Wilhelm und Max Hoheiten, Sr. Majestät dem Könige von Frankreich und Sr. k. Hoheitdem Dauphin, aus Anlaß Hdchstdereu erfreulichex Anwesenheit im Elsaß , einen Besuch abge-stattet, und den erhabenen Reifenden die nachbarlichen Begrüßungen dargebracht hatten, sindvorgestern von Straßburg wieder hicher zurück gekommen. Sr. Hoheit dem Herrn Markgra-fen'Wilhelm verliehen Se. Majestät der König, in Erinnerung früherer Beziehungen, den Sternder Ehrenlegion, und beehrten Ihn ferner mir einer Einladung ins Lager nach Lüneville, wohinder Prinz bereits gegangen ist. Dem während der Dauer des Aufenthaltes dem Großherzog bey-gegebenen Offizier von der kdnigl. französischen Garde du Korps, Oberlieutenant v. Angustin,vergehen Se. königl. Hoheit das Ritterkreuz des Zähringer Löwenordens und eine reich mit bril-lantenem Chiffre geschmückte Tabatiere.

Tegerusee, den 14. Sept.

Die Jahre 1822, 24 und 25 bleiben in unserer Ortsgeschichte unauslöschlich, indem.sie dieMonarchen von Oesterreich und Rußland , Franz und Alexander, nebst des Erster» Gemahlin-Charlotte , den Kronprinzen Friedrich Wilhelm von Preußen mit der königl. Braut Elise vonBayern, den Erzherzog Franz Karl von Oesterreich und Herzog Johann von Sachsen mit ihrenZukünftigen, den Prinzessinnen Sophie und Ainalie Auguste von Bayern , endlich die KöniginFriederike von Schweden mit ihrem Prinzen Gustav in dieses einsame Thal führten, um ander Seite des unvergeßlichen Königs Maximilian Joseph , der Königin Karoline, mit den übri-gen Prinzen nnd Prinzessinnen angenehme Tage z» genießen, Ersteres ist durch einen Denk-