Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
19
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T'cr Schauspieler.

Diese Richtung gehört für das Alter; für das Nachdenke»;für die Niedergeschlagenheit.Das gekünstelte. Wann sie vorwärts einen stumpfen Win-kel macht.

Ich nenne sie die gekünstelte/ weil man sich Zwang anthut,die Last des Körpers, welche vorfallen würde, zurückzuhalten.Ost aber ist sie auch die natürliche; bey dem Erstaunen nehm-lich, und Erschrecken, wenn man so zu reden alle seine Kräfteaus einmal zusammen rast.Alle drey Arten könnten durch die Seiten-Beugungen eineAenderung bekommen, die eine Art von Reih damitverbindet.

Von den Stellungen. Alles, waS bey dem Tragen gesagt worden,gilt auch hier, weil eine Stellung nichts als ein festgemachtesTragen, so zu reden, ist. Ich habe also weiter hier nichts neueszu betrachte», als die Veränderung einer Stellung in die andre,welche zweifach ist. Die Stellung nehmlich wird

I. entweder von der Person, mit welcher der Schauspieler redet

ab. Aus Verachtung, aus Furcht, aus Entsetzen, aus Schaam.

II. oder auf sie zu geändert. Aus Vertraulichkeit, aus Absichtzu bitten.

Lhironomic.Die Bewegungen der HändeI. überhaupt, betrachtet als Linien, welche sich in der Luft beschrei-ben. In dieser Betrachtung sind sie entweder4) angcncdine, die aus Linien von schöner Krümmung bestehen.2) oder unangenehme, die aus Linien von schlechten Krümmun-gen oder gar keinen bestehe».->) Bewegungen auS grade» Linien. Diese gehören für alleSda.S was unter der schönen Narur ist, z. E- für das bäurische,und zugleich sür heftige Leidenschaften, weil diese den kürzestenWeg gehe».

I>) Bewegungen aus unangenehmen krummen Linien. Diesegehören für alles das, was über der schönen Natur seyn will;für das affectirtc zum Exempel.