Gedanken über die Hcrrnhutcr.
oder jenem Lehrsätze irren meine Glaubensgenossen? Diesen Punkt ver-stehen sie falsch? Hier müssen sie sich von mir z» Rechte weisen lassen?Wenn unsre Theologen aufrichtig seyn wollen, so werden sie gestehenmüsse»/ daß er sich nie zu einem Religionsverbcsscrer aufgeworfen hat.Hat er ihne» nicht mehr als einmal die deutlichsten Versicherungen ge-than, daß seine Lehrsätze in allem dem augspurgischen Glaubensbekennt-nis) gemäß wären? Schon gut, werden sie antworten, allein warumbehauptet er in seinen eigenen Schriften Sachen, die diesen Versicherun-gen offenbar widersprechen? Haben wir ihn nicht der abscheulichstenIrrthümer überführt? Ma» erlaube mir, daß ich die Beantwortungdieses Punkts ein wenig vcrspare. Gcnung wir haben sein Bekenntniß;er verlangt nichts in den Lehrsätzen unserer Kirche zu verändern. Waswill er denn?------
Ueber das Heldenbuch.
Angefangen den 23stcn Februar 1758.')
§- 1-
Ueber die vcrschiednen Ausgabe» dieses HeldenbnchS will ich mich nichteinlassen. Erabener hat alles gesammelt, was Köhler, 'PlacciiiS,Logt, Horn und Andre davon angemerkt haben. Ich habe inich beymeiner Untersuchung der Ausgabe von 15lil) in klein Folio bedient.Hier ist ihr Titel:Das Heldenbuch. Welche auffs ncw corrigirt und gebessert ist, mit scho-nen Figuren geziert. Gedruckt zu Frankfurt am Map», durch WcvgandHan und Svgmund Feyerabend.
Sie hat 487 Blätter, und jede Seite zwcl) Spalten. Ich wärevielleicht begieriger gewesen, eine ältere aufjiitreibc», wenn nicht ver-schiedne Stellen, die ich aus der allerersten hier und da angeführtgelesen, mich genugsam hätten erkennen lernen, daß die alle schwäbi-sche Sprache auch iu der allerersten schon große Veränderungen er-litten habe.
°) Lcssings Leben, nebst ftincm noch übrigen litterarischen Nachlasse,Th. ili (1793), S. 3. In der Vorrede S. X sagt der Herausgeber Gc.Gust. Flillcborn „Sie (die Fragmente einer Untersuchung über das Helden-buch) stehen in einem dicke» Hefte, und sind vom 23stc» Februar 1729 datirt."