Druckschrift 
11 (1839)
Entstehung
Seite
35
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Ucbcr das Hcldenbuch.

Fabeln gehalten. Morhof und andre glauben, daß Fabeln mir »n-tcrmischt sind.

Grabcner selbst bemerkt, daß nichts im ganzen Hcldcnbuche sey,woraus man schließen könne, daß man die darin cnthaltncn Fabelnhöher, als in das zwölfte Jahrhundert setze» dürfe. Sei» Beweis istvornehmlich dieser, daß der Herzoge von Merane darin gedacht werde,deren ersten doch Friedrich I creirt habe.

§- 10.

Gottscheds Meynung, die nicht leicht abgeschmackter seyn könnte,

ist diese, daß

Ottnitt, Odoaccr der Hcruler König,

Vvolffdietrich, der Westgolhcn König Thcodoricus,

Dietrich von Bern , der Osigothcn König Thcodoricus Nero-

nensis sey.

Nur etwas zum Beweise:

Im I. 490 belagerte Thcodoricus den Odoacer in Ravcnna, unddrey Jahr darauf ward Odoaccr umgebracht. Wie kann uuii abereben dieser Thcodoricus, nach mchr als achtzig Jahren nach dem Todedes Odoacer (Ottnitts) die dem wolffdietrich entflohncn Xvürmevollends erschlagen haben? (denn drey Jahr, nachdem die WurmeOttnit verschlungen, schlug sie erst Vvolffdietrich, und 80 Jahr nachWolfsdietrichen, die übrigen Dietrich von Bern .)

Der Anhang des Hcldcnbuchs sagt gar: Tcmsclben Kayser Ott-nitt dienet Rcussen und das Land zu Bern , darnach über 2M Jahrwarde das Landt Bern Herrn Dietrich von Bern .

Dietrich von Bern kann also der Tycodorieuo Veronensis nichtseyn, der Odoacern überwand, oder Ottnit kann Odoacer nicht seyn.

§- 11-

Meine Erklärung:

Der Dichter hat unter dem Ottnit, die beyden GegenkayscrOttos des vierten, nemlich Philipp und Friedrich II verstanden,und vcrschicdiic von ihren vornehmsten Thaten in diesem seinem Ro-man von Ottnit, in ein Ganzes verbunden.

§- 12.

Von den Herzoge» von Mcranc.Le. Dav. lLoeleri Oilteit. c!v Ducivus kleramao ex Lomili-lius ilo ^näecliZ orlis. ^Itork. 1729.In dem Leben IXotkeri c. XVI. t. loript. rer. ^leman. (ZolcI.l>. 39l>. wird bereits eines (üuonoois Oucis Moraniav gedacht, wo-