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11 (1839)
Entstehung
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Leibnitz.

ren, bei welcher Arbeit ihm Hasenthaler helfen sollte. Auf diesesProjekt kam er auch noch in seinem Alter wieder zurück.

1669 schrieb er für den Prinzen von Pfalz - Reuburg das 8nvei-rnen demonstrationum noliliearnrn nro eligemlo rege polonorum,nachdem Johannes Casimirus abgedankt hatte.

In eben dem Jahre gab er den ^i?ol!urn 60 veris nrine!»i!s etvei'i» ratione nliilosopiiancii contra I^seullovlülosoiilws heraus.

167» ward er Hofrath des Churfürsten von Mainz .

1671 kam er zuerst in die Bekanntschaft des Herzogs von Brann-schweig-Lüncburg, Johann Friedrichs, Kalcnbergischcr Linie, und schriebdie 6e5ensionem logioam 8. 8. I'rinitalis, desgleichen Il^polliesinnliz^icam novarn seu lüeoriam motu8 concreli. Das letztere hatChristian Rnorr, der Verfasser der saliul-zc- <leou6atae, unter demNahmen Christ. Pcganins Teutsch übersetzt, und sciucr llcbcrsetzungvon Lrowns pseuclocloxia epiclemica beigefügt. Erst nachher erschienseine 'küeoria rnolus alistraeti, in welcher schon mancher Samen znseiner ihm nachher eigenen Philosophie enthalten ist: das omne cc»r-nus esse meutern momerckaoeain seu esrentem recvril.ilioue etc.llngefähr aus dieser Zeit ist seine I^otilia ontieae proroulae,

1672 schickte ihn Boincburg mit seinem Sohne nach Frankreich .Hier gab ihm die Bekanntschaft mit Huygens Anlaß, daß er sich erstrecht auf die Mathematik legte. Doch ließ er sich auch bereden, denklarlianus (üanella in usunr Deluliini auszuarbeiten, ob er schonüberhaupt das kostbare Unternehme» dieser Ausgaben mißbilligte, undglaubte, daß man das Geld besser für die Wissenschaften anwendenkönnte, besonders zur nähern Kenntniß der Natur.

1673 ging er von Frankreich nach England , nachdem Boincburggestorben, und man ihn vergebens in Frankreich zn behalten suchte,weil er die Religion nicht ändern wollte.

Hier in England beschäftigte er sich schon mit seiner Rechenmaschine.Aber in eben dem Jahre starb der Churfürst zu Mainz, und Leib-nitz kam außer Dienst und Pension. Er ging also wieder nach Paris zurück, und begab sich von da aus in des Herzog» Johann FriedrichsDienste, der ihn zu seinem Hofralh nnd Bibliothekar machlc, mit Er-laubniß, so lange in Paris zu bleiben, bis er seine Rechenmaschinezu Stande gebracht.

167Z wurde er zu Paris auswärtiges Mitglied der Akademie derWissenschaften.

1676 ging er wieder nach England , und von da