und Ausbreitung der christlichen Religion. 65
gedeihen können, deren andcrweitS erwiesene Nichtigkeit ich so langebey Seite setze.
Man hat drey Stücke bey Einführung einer jeden Neuigkeit zuerwägen. 1) Wie vorthcilhaft die änssern Umstände, 2) wie kräftigdie Mittel, 3) wie stark die Hindernisse sind.
Dies sey auch hier mein Leitfaden. Anfangs will ich die aussernUmstände übersehen, unter welchen die christliche Religion eingeführtward. Reinlich
2) die Umstände, in welchen sich die andern damals herrschendenReligionen,a) die jüdische, (1. Hauptstück.)I>) die heidnische, (2. Hauptstück.)2) die Umstände, in welche» sich damals die gesunde menschlicheVernunft, oder die Philosophie, befanden. (3. Hauptstück.)Hierauf will ich die Mittel schätzen, deren sich die ersten Christen zurAusbreitung ihrer neuen Lehre bedienten. Und zwar2) in Ansehung ihrer Lehrart, (4- Hauptstück.)2) iu Ansehung ihrer gesellschaftlichen Verbindung. (6. Hauptstück.)Endlich will ich die Hindernisse beurtheilen, die der neuen Religionentgegen gcsczl wurden,
1) von der Obrigkeit (t>. Hauptstück.)
2) von den Wcltweiscn (7. Hauptstück.)
Und dieser Untersuchung, sage ich zu mir selbst, unterziehe dich alsein ehrlicher Mann. Sich überall mit deinen eigenen Augen. Ver-unstalte nichtS: beschönige nichts. Wie die Folgerungen fließen, solaß sie stießen. Hemme ihren Strom nicht; lenke ihn nicht.
I. Hauptstück.Von der jüdischen Religion.
Hier wollen wir t) die Umstände der Religion selbst, 2) die Um-stände des Volks, welches sie bekannte, erwägen.
l. Abschnitt.
Die jüdische Religion hatte sich 1) weit von ihrer Lauterkeit,2) von ihrer Einigkeit entsernt. (°)
(°) Hierbei? nachzulesen l'i». ^svodi comineiiiarili-i reims s-eM?
CloiM-mulUM lul> ^puswli». veroli », i» 4. IK99.v. ^Vcl. Urudil. !»»»> t70v. ,,. 39«.l-uut. les >u»Vl!»»x lUvmnn--» >I ^N>--n>- 'I'. l. » 201.
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