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11 (1839)
Entstehung
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74
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74 Von der Art und Wcisc der Fortpflanzung

^oz>o? »va«-,,^^«,, öl^z'^ov. Die Verfolgung war nur zumTheil; in dieser und jener Stadt; und ward nicht durch öffentlicheGebote, sondern durch den Aufstand des Pöbels veranlaßt.---------.)

1.

Die Verfolgungen waren fast nie allgemein, llcberhanpt kamensie auch zu spät. Die erste Verfolgung des Nero fällt i» das 3l>. Jahrnach Christi Himmelfahrt . Wo waren seine Junger damals nicht schonhingekommen?

2.

Waren fast nie durch förmliche Gesetze befohlen.

3.

Hatten fast immer eine andere Ursache, als die Religion.

Tic Heiden bestraften die ersten Christen nicht sowol wegen ihrerReligion, als wegen der Ucbcrtretung der Gesetze. Die Heiden Halle»keine Gesetze, welche die Gewissen bunden, und dieses und jenes zuglauben befahlen. Aber sie hallen Gesetze, welche alle Zusammen,künftc, und besonders alle nächtliche Zusammenkünfte, (') bey schwererStrafe untersagten. Ueber diese hielten sie, und wenn die Christendiese übertraten, so wurden sie nicht als Christen, sondern als Ucbcr-trctcr der Gesetze verfolgt und bestraft. Ja, ich setze frey hinzu: sieverdienten bestraft zu werden, und zwar um so viel mehr, da ihreReligion dergleichen Zusammenkünfte im geringsten nicht erforderte.Vvo zwey oder drey in meinem Namen versammlet sind ic.

Ich sage diese Versammlungen gehörten nicht zu dem Wesen derReligion. Sie konnte ohne sie bestehen, ohne sie ausgebreitet werden.Gesczt aber, diese Versammlungen wären ein wesentliches Stück derReligion gewesen, oder von den ersten Chrisicn dafürgehalten worden:so war ihnen doch noch ein anderer Weg übrig, ehe sie, den Gesetzenzuwider, heimliche und nächtliche Zusammenkünfte anstellten; dieser

°)Das ist alles, was Ich über die christliche Verfolgung auf 3 hal-ben Bogen, die in dem Manuscriple besonders lagen, von ibm gesmidc».Nun folgen seine generellen Bcmcrtungc» darüber." Aarl G- Äessing.

(°) Nach den Gesetzen des Nomuliis: Xociurii-l» i» t>-i»i,lo vigiii»» nvIiÄl«-»>u. eu»s. villtluiim» gcl IvL«?» Ilum. in Ui.'ii».><^ii ^urixprcul. k vlä,tt. '4'. I. p. S4.

Nach den Gesetze» der zwölf Tafeln: s> j» uri-v l-vilu-i iwcluriio»

Nt-iunertt, lÄl>Ui! luilu. I'-Ni. IX. I>-x Vl. titln, t'uiil-v. l>. j0t> IZüUIui-lins i» Xll. '1'u>i. 4. I. e. p. 7t.